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Kann ich vom Musikmachen leben?

  • 27 Februar 2014, Donnerstag
An artist on stage singing into a microphone

Die Problematik:

Inmitten der Ächzer, die vergangene Woche auf aux.tv’s Post 'Royalty-Schecks, die dich deinen Glauben an die Musikindustrie verlieren lassen werden' folgten, kamen uns auch einige hoffnungsvolle Gerüchte zu Ohren: der neue Streaming-Service Beats Music wird möglicherweise höhere Künstlertantiemen auszahlen, als die Musikdienste von der Konkurrenz. Die Debatten um Royaltys und ums Überleben der heutigen MusikerInnen sind aber damit noch lange nicht vom Tisch. Viele berühmte Künstler und wichtige Persönlichkeiten der Branche, von Thom Yorke bis Richard Branson, rufen nicht nur zu Veränderungen in der Musikindustrie, sondern auch zu einer fairen Behandlung von Künstlern auf. 

Vielleicht fragst du dich aber auch, wo denn der ganz normale und fleißige Musiker in diesem Szenario überhaupt vorkommt. Und ob du dazu verdammt bist, den ewig verarmten Künstler oder gar Hobby-Musiker abzugeben, nur weil du nicht gerade zufällig die nächste Rihanna oder der nächste EDM-Superstar bist. Oder gibt’s da draußen vielleicht noch mehr MusikerInnen wie dich, die sich nicht nur auf die Tantiemen verlassen, sondern die von ihrer Arbeit als MusikerIn gut leben können?

Positive Beispiele:

Wir haben auf Digital Music News einen Post entdeckt, der einen hilfreichen und hoffnungsvollen Einblick verschafft, wie 10 gut verdienende Musiker zu ihrem Geld kommen – und das als Vollzeitmusiker. Die Musiker sind Freunde und Kollegen des Autors und alle 10 verdienen ihr Geld mit dem, was sie am meisten lieben: mit Musik. Sehen wir uns das mal genauer an. Rebecca de la Torre ist eine der MusikerInnen. Sie hat ihr Einkommen in prozentuale Anteile aufgesplittet, um zu demonstrieren, aus welchen Quellen ihre Gewinne stammen: 38%: public gigs (resorts, casinos, music venues, etc)

38%: öffentliche Gigs (Resorts, Casinos, Musik-Locations, etc.) 30%: Hochzeiten & private Events/Partys 18%: Kirchendienste, Beerdigungen, Chorproben 7%: CD-Verkäufe (ich habe kein Merchandise, *noch nicht*) 4%: Arrangements und Auftragskompositionen 2%: ich nehme anderer MusikerInnen in meinem Studio auf  (Studiotechnikerin) 1%: Unterrichten & anderes (iTunes, Spotify, etc.)

Da es in der Branche aber kein allgemeingültiges 'Einheitssystem' gibt, sehen die Statistiken von anderen MusikerInnen eben auch komplett anders aus. So stellt zum Beispiel Nicholas Jacobson-Larson fest:

“Meine hauptsächlichen Einnahmequellen sind Künstlerhonorare für Filmmusik und für Auftragskonzerte. Danach kommen Einnahmen durch Orchestration, Vorbereiten von Partituren und Dirigieren, und dann Tantiemen und sekundäre Vergütungen durch den 'Film Musicians Secondary Markets Fund’.“

Ein weiteres gutes Beispiel ist Ron Pope, der Rebecca de la Torres Beispiel auf den Kopf stellt, indem er seine 5 Haupteinnahmequellen wie folgt auflistet:

1.iTunes 2. Spotify 3. Sound Exchange-Tantiemen 4. Konzerteinnahmen (wenn ich auf Tour bin) 5. und Sync-Deals.

Fazit:

Eine Sache, die alle erwähnten KünstlerInnen gemeinsam haben, ist dass keine/r von ihnen bei einem Label ist – alle sind DIY-/unabhängige-Künstler. Das soll nicht heißen, dass du nicht mit einem Label zusammenarbeiten solltest, falls du das möchtest. Wir wollen dir nur zeigen, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten sich dir heute bieten, vom Musikmachen zu leben. Wie du dich vielleicht erinnerst, haben wir bereits in unseren Posts über Sync-Lizenzen und YouTube-Monetarisierung erwähnt, dass Musik weltweit in allen Medienformaten gebraucht wird und beliebt ist – und du kannst die Musik dafür liefern! Die oben erwähnten MusikerInnen verdienen mit Einnahmen durch iTunes, Spotify, Live-Konzerte, Sync-Deals, Publishing-Verträge, Crowdfunding-Projekte, etc., jährlich zwischen $20,000 und teilweise bis über $100,000! 

Es ist also an der Zeit, sich an die Arbeit zu machen! Du könntest dich zum Beispiel in eine umfangreiche Recherche zur Musikbranche stürzen und dabei auf innovative Mittel und Wege stoßen, deine Musik zu monetarisieren. Wer weiß, am Ende verdienst du viel mehr Geld und hast viel mehr Freude daran, als du je für möglich gehalten hättest! Uns ist bewusst, dass, wie immer und wie überall, noch so einiges verbessert und weiterentwickelt werden muss. So manche Aspekte der Streaming-Branche sind noch nicht dahingehend ausgelegt, als dass MusikerInnen tatsächlich geholfen wäre! Trotz alledem sind aktive Lösungen und eine positive Einstellung noch immer die bessere Wahl. Solltest du noch andere Beispiele für erfolgreiche unabhängige MusikerInnen kennen, oder falls du Lust hast, deine eigene Erfolgsgeschichte mit uns zu teilen, dann schreib uns!

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