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Release der Woche: Claudio Melis - Occhiali da vista

  • 05 Mai 2021, Mittwoch
Claudio Melis Künstlerbild

Claudio Melis ist ein italienischer Musiker und Dichter, der in Berlin lebt. Seine brandneue Single "Occhiali da vista" ist ein vor Jahren geschriebenes Gedicht, das er wie alle seine Songs vertont hat. Wir haben uns mit Claudio unterhalten, um mehr über ihn und seinen faszinierenden kreativen Prozess herauszufinden.

Erzählst du uns wer du bist und wie deine musikalischer Weg angefangen hat?

Ich bin Claudio aus Italien und wohne mittlerweile seit gefühlt tausend Jahren in Deutschland. Ich hatte immer einen starken Bezug zur Musik. Wenn ich manche alte italienische Lieder höre, habe ich sehr süße Bilder meiner Familie vor Augen; im Auto, auf dem Weg zum Meer. Ich war noch sehr klein, als ich diese Lieder zum ersten Mal gehört habe, aber sie erwecken eine sehr starke Nostalgie in mir. Wenn ich krank war, gaben meine großen Schwestern mir ihren Walkman und plötzlich waren meine Kopfschmerzen wie weggeblasen. Monatelang hört ich dasselbe Album rauf und runter; danach wollte ich das nächste. Für mich war Musik immer ein Liebesgeschenk, sei es ein Zeichen der Liebe meiner Familie, oder von den Künstler*innen, die mir magische Orte und Ideen zeigten und mich immer wieder aus der Einsamkeit holten, eine Hand, ein Fernrohr, oder einen Spiegel reichten.

Zuerst habe ich viele Texte geschrieben, meistens Gedichte. Dann fing ich an zu singen und ein paar Jahre später Gitarre zu spielen. Ich gründete Bands mit Freunden und spielte irgendwann Saxophon in der Dorfkapelle meines Heimatdorfs auf Sardinien. In Berlin habe ich Saxophon studiert und viel Zeit mit Instrumentalmusik verbracht. Viel klassische Musik aber auch Arrangements für meine Projekte, Kompositionen und Improvisation für Tanz, Theater und Performance. Seit ein paar Jahren spiele ich wieder Gitarre und singe. Ich habe angefangen meine Texte zu vertonen und es macht mir unglaublich Spaß.

Wie ist dein Single "Occhiali da vista" entstanden? Erzählst du etwas, z.B., deinen Kreativprozess?

Meine Lieder entstanden alle aus Gedichten, manche von ihnen schon Jahre alt. Ich habe das Gedicht Occhiali da vista ("Brille" auf Italienisch) vor vier Jahren geschrieben, mochte den Text sehr und habe es vertont. Zu diesem Zeitpunkte fehlte mir jemand sehr und wenn ich an die Person dachte, dachte ich gleichzeitig an das ganze Universum, daran wie und warum wir leben und viele andere überwältigende Gedanken. Aber das Bild von ihrem Gesicht mit dieser gebrochenen, mit Klebeband zusammengehaltenen Brille, immer schief im Gesicht, war das stärkste Bild — und brachte mich zum Lachen, trotz Überwältigung und Ernst.
Mein Kreativprozess ist schön und anstrengend. Ich tu mich schwer damit, den Text selbst zu ändern und muss dann sehr viel an der Musik arbeiten, damit alles zusammenpasst. Das dauert bei mir Wochen, Monate... ein bisschen, weil ich sehr auf die Details achte, ein bisschen, weil ich zu der Art der Schildkröten gehöre.

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Was heißt es für dich ein unabhängiger Künstler zu sein und was ist deine Beziehung zu den Streaming- und Download Plattformen?

Es heißt, man muss sehr viele Sachen tun, die nicht immer direkt mit Musik zu tun haben. Das gute daran ist natürlich, das man als Künstler alles machen kann, was man will. Ich selbst konsumiere täglich Musik aus unterschiedlichen Plattformen, man kann schnell neue Sachen entdecken, der Zugang ist leichter.

Was sind deine Pläne für das Jahr 2021?

Weitere Lieder zu schreiben und meine neuen Liveshows vorzubereiten. Gerade arbeite ich an dem Arrangement und der Fertigstellung meiner ersten EP. Wir sind gerade fast am Ende der Aufnahmen aber die Arbeit hört irgendwie nie auf (ich erinnere an die Schildkröte...). In der Vinylfassung meiner EP werden auf SIDE A meine drei neuen Lieder sein und auf SIDE B die gleichen Stücke in Kammermusikfassung — bzw. Kämmerchen, oder Besenkammer, also nur Gitarre und Gesang. In den letzten Jahren habe ich hauptsächlich mit akustischer Musik gearbeitet, bei der die Instrumente für und mit ihren Möglichkeiten und ihren Grenzen benutzt werden. Manchmal hört man in einem Album sehr viele stark bearbeiteten und geschminkten Sachen. Das finde ich an sich sehr schön, aber in manchen intimeren Konzerten verschwindet dann die Magie, weil die Vibration der Instrumente fehlt und das Arrangement oder die reduzierte Besetzung enttäuschen. Akustische Musik füllt den Raum anders: du kriegst Gänsehaut. Dieses Element fehlt oft in der Popmusik. Diesen Aspekt will ich zeigen. Meine Lieder entstehen aus Gitarre und Gesang; es gibt eine Nacktheit und Verletzlichkeit in der Musik, die sich so ausdrückt. Auch wenn meine Musik durch die Kopfhörer geht; ich will diese Idee, die akustische Atmosphäre, vermitteln.

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