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Meta entfernt umstrittenes KI-Feature nach Datenschutz-Kritik auf Instagram

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Meta hat ein umstrittenes Feature aus seinem neuen KI-Bildgenerator „Muse Image“ entfernt, nachdem User Bedenken hinsichtlich der Einwilligung und des Online-Datenschutzes geäußert hatten. Das Feature ermöglichte es Usern, KI-generierte Bilder auf Basis öffentlicher Instagram-Profile zu erstellen, indem sie ein anderes Konto markierten. Dadurch konnten die Bilder anderer Personen ohne deren direkte Zustimmung oder Wissen verwendet werden.

Meta entfernt „Muse Image“-Feature nach Datenschutzbedenken

Anfang dieses Monats kündigte Meta die Einführung von „Muse Image“ an, seinem neuen KI-Bildgenerator, der über Meta AI zugänglich ist und in die Meta-Plattformen integriert werden kann. Mit dem Tool können User dasselbe tun wie mit anderen generativen KI-Anwendungen: Bilder bearbeiten, Grafiken erstellen und KI-basierte Inhalte generieren.

Ein bestimmtes Feature geriet jedoch schnell in die Kritik. Das Tool ermöglichte es Usern, Bilder auf Grundlage von Inhalten aus öffentlichen Instagram-Konten zu generieren, indem sie ein anderes Profil in einer Eingabeaufforderung markierten.

Wie TechCrunch berichtete, konnten User die Bilder anderer Instagram-User mit KI bearbeiten, solange deren Profile öffentlich waren. Das Feature benachrichtigte die Person, deren Bilder verwendet wurden, nicht, was zu weit verbreiteten Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Einwilligung und möglichem Missbrauch führte.

Die Kritik konzentrierte sich auf die Tatsache, dass öffentliche Verfügbarkeit nicht gleichbedeutend ist mit der Erlaubnis, die Identität oder das Bildnis einer Person zur Erstellung KI-generierter Inhalte zu nutzen. Für viele User drehte sich das Problem um eine ethische Frage: Sollten Menschen in der Lage sein, die Inhalte und das Aussehen anderer Personen ohne Zustimmung in neue KI-generierte Kreationen umzuwandeln, und warum wurde das Tool so eingeführt, dass es diese Praxis scheinbar normalisierte?

Nach der Kritik entfernte Meta das Feature bereits wenige Tage nach dem Start. Das Unternehmen erklärte, das Feature habe „das Ziel verfehlt“, und die Möglichkeit, Bilder unter Bezugnahme auf öffentliche Instagram-Konten zu generieren, sei nicht mehr verfügbar.

Aber wie leistungsfähig war das Feature wirklich? Gizmodo-Reporter Mike Pearl testete das Tool, bevor es entfernt wurde, um zu sehen, wozu es fähig war. Zunächst versuchte er, ein Bild anhand von Daten aus seinem eigenen privaten Konto zu generieren, doch der Versuch schlug fehl. Anschließend erstellte er ein Bild von Mark Zuckerberg am Steuer eines Autos im Stil eines Spionagefilms aus den 1960er-Jahren, was zu einem äußerst realistischen Ergebnis führte.

Im letzten Teil des Tests erzeugte er Bilder sowohl von einem Instagram-Freund als auch von einem Freund aus dem echten Leben, dem er auf der Plattform nie gefolgt war und mit dem er dort nie interagiert hatte. Beide Versuche funktionierten. Das zeigte, dass das Feature bei öffentlichen Profilen ohne direkte Zustimmung der betroffenen Person genutzt werden konnte und dabei realistische Ergebnisse lieferte.

Was Artists aus der Kontroverse lernen können

Für Artists verdeutlicht die Einführung und anschließende Abschaffung des umstrittenen Features ein größeres Problem rund um Identität und Datenschutz im Zeitalter der KI.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Tatsache, dass für die meisten Artists eine öffentliche Online-Präsenz ein wesentlicher Bestandteil des Karriereaufbaus ist. Das moderne Musikmarketing stützt sich stark auf den Ansatz „Artist als Marke“, bei dem das Publikum nicht nur eine Verbindung zu den Songs aufbaut, sondern auch zur Persönlichkeit und zu Inhalten hinter den Kulissen.

Allerdings gewährt Online-Sichtbarkeit anderen nicht automatisch das Recht, das Bildnis einer Person zu nutzen, auch wenn dies in der Praxis häufig so gehandhabt wird. Mit KI wird diese Sorge noch größer, da öffentliche Bilder potenziell dazu genutzt werden können, realistische KI-generierte Inhalte zu erstellen, die Artists ähneln, ohne deren Wissen oder Zustimmung. Deshalb wird die Kontrolle über die visuelle Identität und das kreative Schaffen für Artists zu einem immer wichtigeren Thema.

Zwar hat Meta das Feature inzwischen entfernt, doch die Kontroverse verdeutlicht ein allgemeineres Problem für Artists und Kreative: die zunehmende Tendenz von Plattformen, KI-Features standardmäßig einzuführen, anstatt Usern die Wahl zu lassen, ob sie daran teilnehmen möchten.

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Michele
Michele

Michele begeistert sich für Musik in den verschiedensten Formen, von Soulful House und Groovy Techno bis hin zu Alternative Rock, Dark Wave und vielem mehr. Mit Erfahrung in den Bereichen Produktion und Journalismus und einem wachsenden Interesse am DJing setzt sich Michele aus vielfältigen Perspektiven mit der Soundkultur auseinander. Zu den aktuellen Themen, die Michele interessieren, gehören Clubkultur, Musikentdeckung und -kuratierung, Tanz sowie die Auswirkungen von Musik auf Wahrnehmung und Gefühl. Michele schreibt auf Englisch.

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