Skip to main content
Alle Blogposts

So wählst du als Artist einen Musikvertrieb aus: Die wichtigsten Faktoren

Teile diesen Artikel auf
Skip to section:

Die Wahl des richtigen Musikvertriebs kann einen großen Einfluss darauf haben, wie du deine Musik veröffentlichst und verwaltest. Bei so vielen Anbietern mit unterschiedlichen Preisen und Features kann es schwierig sein, die passende Option zu finden. Dieser Guide behandelt die wichtigsten Faktoren, die du bei der Auswahl eines Musikvertriebs berücksichtigen solltest: von der Preisgestaltung und Plattformabdeckung bis hin zu langfristiger Flexibilität und zusätzlichen Features.

Deine Optionen für den Musikvertrieb verstehen

Im Laufe der Jahre ist das Veröffentlichen von Musik deutlich einfacher geworden. Artists können ihre Musik heute einer großen Zahl potenzieller Hörer*innen zugänglich machen, ohne die Branchenkontakte und die Infrastruktur zu benötigen, die dafür früher erforderlich waren.

Der digitale Vertrieb hat Künstler*innen mehr Möglichkeiten eröffnet, doch bei der Vielzahl der verfügbaren Dienste erfordert die Wahl des richtigen Anbieters etwas Recherche. Verschiedene Dienste bieten unterschiedliche Preismodelle, Features und Grade an Flexibilität, sodass die beste Option von deinen persönlichen Zielen und Prioritäten abhängt.

Welche Features du bei der Auswahl eines Musikvertriebs berücksichtigen solltest

Bei der Auswahl eines Musikvertriebs gibt es mehrere Faktoren zu berücksichtigen, und die richtige Wahl hängt immer von deiner individuellen Situation ab. Jeder Vertrieb bietet eine andere Kombination aus Preisgestaltung und Features. Deshalb solltest du Dinge wie deine allgemeinen Ziele, deine finanzielle Situation und die Häufigkeit deiner Releases berücksichtigen. Hier sind die wichtigsten Faktoren, die du vor deiner Entscheidung beachten solltest.

1. Vertriebsmodelle: Einmalige Gebühr oder Jahresabo

Bevorzugst du es, ein Jahresabo zu schließen, oder pro Release zu zahlen?

Einer der ersten Punkte, die du berücksichtigen solltest, ist die Preisgestaltung des Vertriebs. Manche Plattformen bieten nur Abonnements an, andere konzentrieren sich auf die Bezahlung pro Release, während du bei wieder anderen zwischen beiden Optionen wählen kannst.

Welche Option am sinnvollsten ist, hängt weitgehend davon ab, wie oft du Musik veröffentlichst. Wenn du nur ab und zu ein paar Singles veröffentlichst, ist das Pay-per-Release-Modell oft die kostengünstigere Option. Wenn du regelmäßig Musik veröffentlichst, kann ein Abo ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Lies unseren Guide zum Vergleich von Pay-per-Release- und Jahresabo-Modellen, um herauszufinden, welches für dich besser geeignet ist.

2. Release-Volumen & Artist-Profile: Unbegrenzten Musikvertrieb bewerten

Wie oft planst du, Musik zu veröffentlichen?

Dein Veröffentlichungsrhythmus spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, welcher Musikvertriebsdienst am besten zu dir passt. Wenn du regelmäßig Musik veröffentlichst, prüfe, ob die Abo-Tarife des Vertriebs unbegrenzte Releases beinhalten. Dies wird oft auch als „unbegrenzter Musikvertrieb“ bezeichnet.

Falls nicht, achte genau auf mögliche Beschränkungen hinsichtlich der Anzahl der Releases oder auf zusätzliche Gebühren, da sich diese im Laufe der Zeit summieren können. Wenn dein Release-Volumen wächst, lohnt es sich, einen Tarif zu wählen, der mit dir mitwachsen kann, damit du nicht früher als erwartet ein Upgrade durchführen oder den Vertrieb wechseln musst.

Veröffentlichst du Musik unter mehr als einem Namen?

Es lohnt sich auch zu prüfen, wie viele Profile in den einzelnen Tarifen enthalten sind. Manche Musikvertriebsdienste und Pläne sind auf Solo-Artists ausgelegt, während andere besser für diejenigen geeignet sind, die Musik unter mehreren Namen veröffentlichen oder mehrere Profile managen. Indem du einen Dienst wählst, der später zusätzliche Profile zulässt, vermeidest du, dass du zu einem späteren Zeitpunkt den Vertrieb wechseln oder mehrere separate Konten anlegen musst.

Wenn du ein Team oder einen Katalog verwaltest, schau dir unseren Guide zum Musikvertrieb für Labels an, um zu sehen, welche spezifischen Features du möglicherweise benötigst.

3. Gesamtkosten, inklusive Kommissionen und Gebühren

Wie viel kannst du für den Vertrieb ausgeben?

Für viele unabhängige Künstler*innen ist die Preisgestaltung einer der ersten Faktoren, auf die sie achten. Das ist angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten nachvollziehbar. Allerdings ist die günstigste Option auf lange Sicht nicht immer die beste Wahl. Genauso bedeutet ein höherer Preis nicht automatisch ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Schau deshalb über die grundlegenden Kosten hinaus und berücksichtige die gesamte Preisgestaltung, inklusive Release-Beschränkungen, Vorabgebühren, wiederkehrender Zahlungen, Kommissionen und möglicher zusätzlicher Kosten. Entscheide dann, ob der Vertrieb zu deinem Budget und deinen Zielen passt.

Bleibt deine Musik dauerhaft online?

Prüfe, ob deine Releases dauerhaft online bleiben und ob du weiterhin dafür zahlen musst, wenn du dein Abo pausierst oder kündigst. Einige Vertriebe halten deine Releases auch ohne laufende Zahlungen verfügbar, während andere Jahresgebühren, eine einmalige Zahlung pro Release oder ein aktives Abo verlangen, damit deine Musik auf Streamingplattformen bleibt. Lies dir die Bedingungen immer sorgfältig durch, bevor du dich für einen Dienst entscheidest, da sich diese Kosten im Laufe der Zeit summieren können.

Wie wichtig sind dir deine langfristigen Einnahmen?

Wenn du eine langfristige Karriere aufbauen möchtest, kann der Prozentsatz der Einnahmen, den du behältst, im Laufe der Zeit einen erheblichen Unterschied machen. Manche Vertriebstarife verlangen höhere Vorabgebühren, überlassen dir dafür aber 100 % deiner Einnahmen. Andere bieten niedrigere Anfangskosten im Gegenzug für eine Kommission auf deine Tantiemen. Achte beim Vergleich der Tarife sowohl auf die Kommissionsstruktur als auch darauf, ob es andere Optionen gibt, falls sich deine Bedürfnisse in Zukunft ändern sollten.

4. Weltweiter Musikvertrieb und Plattformspezialisierung

Bietet der Vertrieb weltweiten Vertrieb an?

Ein guter Musikvertrieb verschafft dir Zugang zu den wichtigsten Plattformen, auf denen Hörer*innen Musik entdecken und streamen. Große Dienste wie Spotify, Apple Music und Amazon Music sind natürlich wichtig, aber je nachdem, wo sich dein Publikum befindet, können auch regionale Plattformen eine wichtige Rolle spielen. Beispielsweise ist Anghami eine wichtige Plattform im Nahen Osten und in Nordafrika, während NetEase Music in China, JioSaavn in Indien und Melon in Südkorea eine große Rolle spielen. Außerdem kann es dir helfen, Hörer*innen in verschiedenen Märkten zu erreichen, wenn du über die größten globalen Plattformen hinaus präsent bist.

Welche Art von Musik machst du?

Manche Plattformen sind für bestimmte Genres und Szenen besonders wichtig. Wenn du zum Beispiel elektronische Musik oder Dance-Musik machst, brauchst du einen Musikvertrieb, der Plattformen wie Beatport und Traxsource beinhaltet. Für Artists aus dem Bereich Klassik ist Apple Music Classical eine wichtige Plattform, die du in Betracht ziehen solltest.

5. Flexibilität, inklusive des Wechsels des Vertriebs

Kannst du deinen Tarif einfach ändern oder zu einer anderen Plattform wechseln?

Musikvertriebe sind keine Labels. Deshalb solltest du die Flexibilität haben, deinen Tarif oder deine Vertriebsoptionen anzupassen, wenn sich deine Bedürfnisse ändern. Im Idealfall kannst du deinen Tarif problemlos wechseln, ohne dabei unnötige Einschränkungen oder zusätzliche Kosten in Kauf nehmen zu müssen. Schau dir vor der Registrierung auch an, unter welchen Bedingungen du deinen Katalog zu einem anderen Vertrieb übertragen kannst und ob dabei Einschränkungen, zusätzliche Kosten oder Gebühren anfallen.

6. Glaubwürdigkeit: Die Wahl eines seriösen Musikvertriebs

Kannst du dem Vertrieb deine Musik und deine Einnahmen anvertrauen?

Bevor du dich für einen Vertrieb entscheidest, solltest du dir ansehen, wie etabliert der Anbieter ist und welche Erfahrungen andere Artists mit ihm gemacht haben. Achte darauf, wie lange er bereits aktiv ist, wie zuverlässig die Auszahlungen funktionieren und wie gut der Support und der Service insgesamt sind. Vertriebe wie iMusician, DistroKid, TuneCore und CD Baby sind beispielsweise seit Jahren im Geschäft und werden von Künstler*innen auf der ganzen Welt genutzt. Auch Online-Bewertungen und Diskussionen in Foren können dir einen ersten Eindruck vermitteln. Berücksichtige dabei aber immer den Kontext und vergleiche Erfahrungen aus verschiedenen Quellen, bevor du dich für einen Anbieter entscheidest.

7. Kundensupport

Welche Art von Support gibt es für Kund*innen?

Selbst bei einem zuverlässigen Vertrieb können alle möglichen Fragen und Probleme auftauchen, von Metadaten und Kontoeinstellungen bis hin zu Tantiemen und Zahlungen. Der Zugang zu einem schnellen und hilfsbereiten Support kann einen großen Unterschied machen, besonders wenn es um umfassendere und kompliziertere Fragen geht, die ein KI-Chatbot allein nicht beantworten kann. Bevor du dich für einen Dienst entscheidest, prüfe, welche Support-Optionen verfügbar sind, ob der Support von einem engagierten Team, KI-Tools oder einer Kombination aus beidem geleistet wird und wie andere User ihre Erfahrungen beschreiben.

8. Zusätzliche Features und Promotion-Tools

Welche Features sind dir wichtig?

Viele Musikvertriebe bieten Tools an, mit denen du Releases bewerben, dein Publikum besser verstehen und deinen Katalog effektiver verwalten kannst. Dazu gehören unter anderem:

  • Analysen und Einblicke in die Zielgruppe
  • Smart-Links und Pre-Save-Kampagnen
  • Tools zum Pitchen von Playlists
  • YouTube Content ID
  • Promotion-Ressourcen

Überleg dir, welche Features du tatsächlich nutzen wirst, anstatt extra für Tools zu bezahlen, die nicht zu deiner aktuellen Strategie passen.

Suchst du nach einem flexiblen, dauerhaften und sicheren Musikvertrieb? Lerne iMusician kennen

Nachdem du nun weißt, worauf du bei einem Musikvertrieb achten solltest, fragst du dich vielleicht, wo iMusician ins Bild passt.

iMusician ist ein unabhängiger digitaler Vertrieb, der vor mehr als 10 Jahren gegründet wurde und Artists und Labels dabei hilft, ihre Musik weltweit zu veröffentlichen. Wir bieten flexible Optionen für den Vertrieb, eine breite Plattformabdeckung und zusätzliche Tools, die dir helfen, deine Releases zu verwalten und zu promoten. Mit verschiedenen Vertriebsmodellen sind unsere Dienste darauf ausgelegt, unterschiedliche Veröffentlichungsstrategien und Karrierestufen zu unterstützen, egal, ob du deine erste Single herausbringst oder einen größeren Katalog verwaltest.

Entdecke unsere Tarife für den Vertrieb und finde die Option, die zu deinen Bedürfnissen passt.

Fazit: Mit dem digitalen Vertrieb loslegen

An Diensten für den Musikvertrieb mangelt es heutzutage nicht, was für Musikschaffende großartig ist, die Entscheidung aber auch erschweren kann. Der richtige Vertrieb hängt von vielen Faktoren ab, die wir in diesem Artikel behandelt haben – von der Häufigkeit deiner Releases über die Verfügbarkeit deiner Musik bis hin zu den Features, die für deinen Arbeitsablauf am wichtigsten sind. Wenn du dir die Zeit nimmst, deine Prioritäten zu klären, kannst du eine fundiertere Entscheidung treffen.

Vergleiche deine Optionen und schau über den Preis hinaus. Ein Dienst, der jetzt zu deinen Bedürfnissen passt und dir genug Flexibilität für die Zukunft bietet, kann dir später Zeit, Geld und unnötige Umstellungen ersparen.

Häufig gestellte Fragen

Der richtige Vertrieb hängt ganz von deinen individuellen Bedürfnissen ab. Es gibt keinen Anbieter, der für alle Artists gleichermaßen die beste Wahl ist. Einige Vertriebe passen jedoch besser zu bestimmten Anforderungen als andere. Entscheidend sind unter anderem deine Release-Häufigkeit, die Anzahl deiner Artist-Profile, dein Budget und dein Genre sowie der angebotene Support, die Flexibilität und die Transparenz bei den Gebühren.

Ja, aber kostenlose Modelle sind meist mit Kompromissen verbunden. Viele kostenlose Vertriebe behalten einen Teil deiner Tantiemen ein (in der Regel 15 % bis 20 %), verlangen zusätzliche Gebühren für wichtige Features wie YouTube Content ID, bieten weniger Funktionen oder schränken den Support und die Auslieferung deiner Releases ein. Wenn du nach einem zuverlässigen Einstieg suchst, sind Plattformen wie RouteNote eine beliebte Option. Prüfe aber immer die Bedingungen für deine Tantiemen und achte auf versteckte Gebühren oder Anbieter mit wenig transparenten Geschäftsmodellen.

Die Kosten hängen vom jeweiligen Preismodell ab. Pay-per-Release-Modelle kosten in der Regel zwischen 10 und 70 Dollar pro Single oder Album als einmalige Gebühr und können sich daher für Artists lohnen, die nur gelegentlich Musik veröffentlichen. Abomodelle kosten für Indie-Artists im Allgemeinen zwischen 20 und 100 Dollar pro Jahr und ermöglichen unbegrenzte Releases. Tarife für Labels sind aufgrund zusätzlicher Funktionen und Anforderungen häufig teurer.

Streamingplattformen wie Spotify und Apple Music legen fest, wie viel pro Stream ausgezahlt wird, nicht der Vertrieb. Wie viel davon letztendlich bei dir ankommt, hängt jedoch zum Teil vom Preismodell deines Vertriebs ab. Bei Anbietern, bei denen du 100 % deiner Tantiemen behältst, bleibt dir entsprechend mehr von den Einnahmen als bei Vertrieben, die einen prozentualen Anteil einbehalten oder zusätzliche Gebühren für Auszahlungen verlangen.

Ja, solange du nicht dieselbe Release (Single, EP oder Album) gleichzeitig über zwei verschiedene Vertriebe veröffentlichst. Du kannst beispielsweise einen Vertrieb für ältere Releases und einen anderen für neue Musik nutzen. Auch spezialisierte Vertriebe können sinnvoll sein, wenn du bestimmte Kataloge gezielt auf Nischenplattformen wie Beatport bringen möchtest.

Es gibt keinen einzigen „besten“ Vertrieb. Die richtige Wahl hängt von deiner Veröffentlichungsstrategie und deinem Budget ab. Entscheidend ist unter anderem, wie häufig du Releases veröffentlichst, ob du ein Jahresabo oder eine einmalige Gebühr pro Release bevorzugst, ob deine Musik dauerhaft online bleiben soll und ob du Zugang zu bestimmten Nischenplattformen benötigst.

Möchtest du verschiedene Anbieter direkt miteinander vergleichen? Lies unseren Überblick über die besten Musikvertriebe für unabhängige Artists.

Bereit deine Musik zu veröffentlichen?

Vertreibe deine Musik auf der größten Anzahl von Streaming-Plattformen und Shops weltweit.

Jetzt loslegen
Teile diesen Artikel auf
Michele
Michele

Michele begeistert sich für Musik in den verschiedensten Formen, von Soulful House und Groovy Techno bis hin zu Alternative Rock, Dark Wave und vielem mehr. Mit Erfahrung in den Bereichen Produktion und Journalismus und einem wachsenden Interesse am DJing setzt sich Michele aus vielfältigen Perspektiven mit der Soundkultur auseinander. Zu den aktuellen Themen, die Michele interessieren, gehören Clubkultur, Musikentdeckung und -kuratierung, Tanz sowie die Auswirkungen von Musik auf Wahrnehmung und Gefühl. Michele schreibt auf Englisch.