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So schützt du deine Musik vor der Veröffentlichung

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Die Veröffentlichung von Musik ist aufregend. Dabei solltest du jedoch nicht vergessen, deine Werke zu schützen und eindeutige Nachweise über deine Urheberschaft zu sichern.

iMusician hat mit MusicStart gesprochen, um mehr darüber zu erfahren, warum der Schutz deiner Musik wichtig ist, welche Schritte Artists vor der Veröffentlichung ihrer Werke unternehmen können und welche Rolle MusicStart dabei spielen kann.

Urheberrecht: Deine Rechte vom ersten Tag an sichern

Als Artist kennst du bestimmt das aufregende Gefühl rund um eine neue Veröffentlichung. Du verbringst Stunden damit, an einem Mix zu feilen und lädst anschließend deine Dateien für das Release hoch. Ein paar Tage später ist dein Werk für Hörer*innen auf der ganzen Welt verfügbar. Doch bei all der Aufregung rund um eine Veröffentlichung gibt es noch einen weiteren wichtigen Schritt, den du bedenken solltest: zu dokumentieren, wann dein Werk entstanden ist.

Heutzutage könnte jemand ein Demo oder eine Komposition, die du online gestellt hast, möglicherweise an sich nehmen, als eigenes Werk ausgeben und versuchen, es kommerziell zu verwerten. Einen Nachweis darüber zu haben, wann dein Werk entstanden ist, bevor du es teilst oder zum Vertrieb gibst, kann daher entscheidend sein.

In vielen Ländern entsteht das Urheberrecht automatisch mit der Schöpfung eines Werks. Sobald deine Melodie, Komposition oder dein Liedtext eine originelle Form annimmt, wirst du gesetzlich als Urheber*in anerkannt und erhältst automatisch Urheberrechtsschutz. Die Herausforderung besteht darin, dass deine Rechte zwar ab diesem Moment bestehen, der Nachweis, dass du das Werk geschaffen hast, jedoch eine andere Sache sein kann.

Hier kommt der Nachweis der früheren Schöpfung ins Spiel. Zuverlässige, datierte Beweise können dabei helfen nachzuweisen, dass dein Werk bereits vor einer möglicherweise rechtsverletzenden Version existierte, und deinen Anspruch im Falle einer Urheberrechtsverletzung zu untermauern.

Schauen wir uns das Interview genauer an.

Was ist MusicStart?

MusicStart ist ein vollständig digitaler Schutzdienst für Werke, den die SACEM Artists weltweit anbietet, unabhängig davon, ob sie SACEM-Mitglieder sind oder nicht. Der Dienst ermöglicht es Urheber*innen, mithilfe der Blockchain-Technologie einen zeitgestempelten Nachweis über die frühere Erstellung von Dateien wie Audiodateien, Songtexten und Noten zu erstellen.

Nach der Einreichung eines Werks erstellt MusicStart ein Zertifikat, das mit dem zeitgestempelten Blockchain-Eintrag verknüpft ist. Dieses kann im Falle eines Streits oder eines mutmaßlichen Plagiats als Nachweis dafür dienen, dass das Werk zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits existierte.

Welche Lücke hast du in der bestehenden Landschaft des Musikschutzes gesehen, die dich dazu gebracht hat, MusicStart zu gründen?

Die größte Lücke bestand in der Schwierigkeit, die Urheberschaft eines Werks nachzuweisen. In Frankreich und vielen anderen Ländern entsteht das Urheberrecht automatisch mit der Schöpfung des Werks. Im Streitfall muss man jedoch nachweisen können, wann man das Werk geschaffen hat. Herkömmliche Methoden, wie sich selbst einen Einschreibebrief zu schicken, und gängige rechtliche Verfahren sind für unabhängige Artists oft zeitaufwendig oder teuer. Wir wollten diesen Prozess mithilfe der Blockchain-Technologie vereinfachen.

Wenn Artists nur einen entscheidenden Grund für den Schutz ihrer Musik nennen könnten, welcher wäre das?

Wenn Artists nur einen Grund nennen könnten, wäre es die innere Ruhe. Der Schutz deiner Musik stellt sicher, dass du die Kontrolle über deine Kunst, dein Image und deine potenziellen Einnahmen behältst.

Artists verbinden den Schutz und die Urheberschaft ihrer Musik oft mit umfangreichem Papierkram und komplizierten, mehrstufigen Prozessen. Wie vereinfacht MusicStart diesen Prozess für unabhängige Artists?

Wir haben den Papierkram komplett abgeschafft. MusicStart ist eine vollständig digitale Plattform, die auf Schnelligkeit und Einfachheit ausgelegt ist. Du erstellst ein Konto, lädst deine Dateien, also Audiodateien, Songtexte oder Noten, in einen sicheren Bereich hoch und bist fertig. Unser System nutzt die Blockchain, um innerhalb weniger Minuten ein fälschungssicheres Zertifikat über die ursprüngliche Urheberschaft zu erstellen. Das ist so einfach wie das Hochladen eines Fotos in den sozialen Medien.

Stell dir vor, ein unabhängiger Artist hat gerade einen neuen Song fertiggestellt und bereitet dessen Veröffentlichung vor. Was sollte getan werden, damit er geschützt wird, bevor er online geht?

Die goldene Regel lautet: Erst schützen, dann veröffentlichen. Im Idealfall sollten sich Artist angewöhnen, ihre Werke bereits in den ersten Phasen der Entstehung, etwa bei Songtexten, Noten oder frühen Demos, zu schützen. Je früher der Schutz erfolgt, desto besser. Sobald der Track eine greifbare Form annimmt, kann er digital bei MusicStart verankert werden, um einen zeitgestempelten Nachweis der Urheberschaft zu sichern. Sobald dieser Nachweis vorliegt, kannst du deine endgültige Datei bei iMusician hochladen oder die Veröffentlichung in den sozialen Medien ankündigen.

Welche Fehler sollten Artists vermeiden?

1. Vorzeitiges Teilen, sowohl öffentlich als auch privat: Einen Clip aus einer Studio-Session in den sozialen Medien zu posten, um einen Vorgeschmack auf eine Veröffentlichung zu geben, oder Demos informell über WeTransfer oder WhatsApp an Mitwirkende wie Beatmaker oder Artists zu schicken, ohne vorher einen Nachweis über die Urheberschaft erstellt zu haben.

So vermeidest du das: Mach es dir zur Gewohnheit, dein Werk, auch wenn es noch unvollständig ist, zu schützen, bevor du es in irgendeiner Form teilst.

2. Warten, bis der Track zu 100 % fertig ist: Nur die endgültige Version eines Songs schützen zu wollen, kann problematisch sein. Wenn eine noch in Arbeit befindliche Version, etwa ein Demo, gestohlen wird, hast du möglicherweise keine entsprechenden Nachweise.

So vermeidest du das: Schütze dein Werk schrittweise, zuerst den Text, dann die Gitarren- oder Gesangskomposition und schließlich den finalen Mix.

3. Das „kleine Artist“-Syndrom: Zu glauben, dass Plagiate nur bekannte Artists betreffen, und den Schutz aus Zeit- oder Geldmangel aufzuschieben.

So vermeidest du es: Denk daran, dass Plagiate und unbefugte Nutzung auch aufstrebende Artists betreffen können. Nutze einen leicht zugänglichen Dienst, um deinen Katalog von Anfang an zu schützen.

Was sollten Artist als Erstes tun, wenn sie feststellen, dass ihre Musik ohne ihre Erlaubnis verwendet wurde?

Der erste Schritt ist, nicht in Panik zu geraten und sofort Beweise für die Urheberschaft zu sammeln. Falls du keinen speziellen Dienst genutzt hast, solltest du alle verfügbaren, mit einem Zeitstempel versehenen Nachweise zusammentragen: eine E-Mail mit dem angehängten Demo, die du an eine*n Mitwirkende*n geschickt hast, die Registrierung deines Werks bei deiner Verwertungsgesellschaft oder sogar die Original-Session-Dateien aus deiner Digital Audio Workstation (DAW) zusammen mit den Erstellungsdaten.

Wenn du dein Werk hingegen mit MusicStart geschützt hast, ist der Vorgang viel einfacher: Du kannst dein Zertifikat abrufen, das als zeitgestempelter Nachweis dafür dient, dass du ursprüngliche*r Urheber*in bist und das Werk zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits existierte.

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