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"Neues Jahr, neues Ich?" So startest du stressfrei deine musikalische Reise

  • Martina
  • 16 Januar 2025, Donnerstag
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Jeden Januar werden Menschen auf der ganzen Welt dazu inspiriert, sich selbst zu verbessern, neue Herausforderungen anzunehmen und ihre Träume zu verfolgen – wie zum Beispiel Musik zu machen. Du bist bereit, deine musikalische Reise zu beginnen, fühlst dich aber überfordert? In diesem Artikel stellen wir sieben schnelle und einfache Tipps vor, die dir helfen, deine Musikreise so stressfrei wie möglich zu starten.

Der "Neues Jahr, neues Ich"-Wahn

Erst kürzlich hörte ich einen Podcast-Moderator sagen: „Jeder Januar bringt dir 365 leere Seiten, die darauf warten, gefüllt zu werden. Das ist eine Gelegenheit, an dir zu arbeiten und eine bessere Version von dir zu werden.“

Das stimmt theoretisch, aber der Druck, der von Neujahrsvorsätzen, endlosen Listen mit Zielen und Wünschen und komplexen Strategien für das kommende Jahr ausgeht, kann für manche entmutigend sein.

Das gilt besonders für diejenigen, die schon lange davon geträumt haben, etwas Neues auszuprobieren – wie zum Beispiel Musik zu machen – oder die sich danach sehnen, ihr Leben positiv zu verändern.

Wenn du Artikel liest, in denen steht, dass du jetzt sofort anfangen musst, gleichzeitig aber den Eindruck hast, dass andere um dich herum schon alles auf die Reihe bekommen haben und ihren Träumen nachjagen, kann es sein, dass du dich im Rückstand fühlst. Vielleicht denkst du, du müsstest sofort starten, und wenn du wartest, bekommst du vielleicht nie wieder eine Chance. Das wirft zwei wichtige Punkte auf: die Magie des Timings und die Bedeutung, die Konkurrenz von deinem eigenen Weg auszuschließen.

Versteh uns nicht falsch – wir wollen auf keinen Fall predigen oder so tun, als hätten wir den „Neues Jahr, neues Ich“-Wahn schon gemeistert. Wir möchten lediglich darauf hinweisen, dass du dich vielleicht selbst unter Druck setzt, jetzt neu anzufangen – nur weil es Januar ist – und dir damit die perfekte Gelegenheit entgehen lässt, in deinem eigenen Tempo, zu deinen eigenen Bedingungen und vor allem mit echter Freude zu starten. Etwas aufzugeben, das du gerne tun würdest, nur weil der vermeintliche Wettbewerb zu groß erscheint, ist keine gute Entscheidung.

Nimm zum Beispiel die Musik: Etwas zu schaffen, ist etwas Wunderbares, und es gibt keine Regel, die besagt, dass du im Januar damit anfangen musst. Du kannst starten, wann immer es sich für dich richtig anfühlt. Wenn es sich jetzt nicht wie der richtige Zeitpunkt anfühlt, vertraue darauf, dass dein Moment kommen wird – egal, ob es diesen Monat, nächstes Jahr oder irgendwann dazwischen ist.

Wenn du jedoch bereit bist, deine Musikreise jetzt zu beginnen, haben wir eine Liste mit schnellen, einfachen Tipps zusammengestellt, die dir helfen, die ersten Schritte relativ stressfrei zu machen.

1. Kunst ist kein Wettbewerb – nimm dir die Zeit, die du brauchst

Der Wettbewerb in der Musikbranche kann hart sein, aber beim Schaffen von Kunst geht es nicht darum, zu konkurrieren. Egal, ob du in die Musik eintauchst oder etwas Neues entdeckst, es ist eine Reise des Wachstums, die Geduld, Übung und kontinuierliches Lernen erfordert.

Vergiss nicht: Jeder beginnt irgendwo. Selbst die größten Stars haben einmal bei Null angefangen und mussten die Fähigkeiten und Techniken erlernen, die sie dorthin gebracht haben, wo sie heute stehen. Und nein, Talent allein reicht nicht aus. Manche Menschen mögen von Natur aus begabt sein, aber ohne harte Arbeit und Übung verpufft das Talent schnell.

Es ist zwar leichter gesagt als getan, aber es kann unglaublich befreiend sein, Vergleiche loszulassen und sich auf die eigenen Fortschritte zu konzentrieren. Wie du dich mit deinem Lernprozess fühlst, ist viel wichtiger, als dich mit anderen zu messen. Jeder ist auf seinem Weg anders – und das aus gutem Grund.

Hetze dich also nicht. Nimm dir Zeit, bestimme dein eigenes Tempo und arbeite daran, Fähigkeiten zu entwickeln und dich kontinuierlich zu verbessern. Wir glauben, dass dich dieser Ansatz langfristig weiterbringen wird, als du es dir je vorstellen könntest.

Wenn du etwas beginnst, für das du eine Leidenschaft hast, kann es hilfreich sein, deine Ziele aufzuschreiben. Wir glauben jedoch, dass es etwas noch stärkeres und beständigeres gibt: sich der Gründe bewusst zu sein.

In einer idealen Welt würde das Setzen eines Ziels automatisch zum Erreichen desselben führen. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Du könntest im Lernprozess stecken bleiben, durch Rückschläge entmutigt werden, von der Konkurrenz überwältigt sein oder auf dem Weg einfach die Motivation verlieren.

Deshalb sollte jede Reise – egal, ob du Musik machst oder einer anderen Leidenschaft nachgehst – mit einem Grund beginnen, das die treibende Kraft hinter deinen Bemühungen ist. Ein solcher Grund ist das Argument, um weiterzumachen und Fortschritte zu erzielen.

Wenn du von deinem Grund überzeugt bist, hilft er dir, auf deinem Weg beständig zu bleiben, und es wird dir leichter fallen, auch in schwierigen Zeiten durchzuhalten. Wenn du deine Gründe aufschreibst, kannst du sie dir immer dann vor Augen führen, wenn du eine Erinnerung an ihre Bedeutung brauchst.

Tipp: Sei klar und konkret, wenn du deine Gründe festlegst. „Musik zu mögen“ ist ein triftiger, allgemeiner Grund, um anzufangen, aber er ist vielleicht nicht stark genug, um dich langfristig zu motivieren. Verfeinere deine Gründe, sodass sie deine Träume, Emotionen und Ziele widerspiegeln und ein solides Fundament für deine Reise schaffen.

3. Plane bewusst, in Ausrüstung zu investieren

Unabhängig von deinen Zielen ist die Investition in Equipment – egal, ob eine DAW (Digital Audio Workstation) oder fortgeschrittene Instrumente – ein wichtiger Teil deiner musikalischen Reise und deines Lernprozesses.

Damit dieser Schritt nicht entmutigend wird, solltest du deine Investitionen im Voraus planen. So bist du finanziell vorbereitet und kannst genau dann das kaufen, was du brauchst. Es ist normal, zu zögern oder unsicher zu sein, besonders bei neuen Hobbys oder einem möglichen Karriereweg. Angst vor dem Scheitern oder Selbstzweifel können dich dazu bringen, den Kauf eines Instruments oder neuen Equipments aufzuschieben. Außerdem gibt es immer scheinbar dringendere Ausgaben, die du als Ausrede nutzen könntest.

Indem du gezielt Geld für deine Musikinvestitionen zurücklegst, beseitigst du dieses Hindernis. Wenn du weißt, dass das Geld bereits zugewiesen ist, fällt es dir leichter, den Kauf tatsächlich durchzuführen. Dieser Ansatz hilft nicht nur beim Erwerb der benötigten Werkzeuge, sondern stärkt auch dein Engagement für deinen Weg.

Tipp: Bei der großen Auswahl kann die Entscheidung für die richtige Ausrüstung überwältigend sein. Online-Ressourcen sind hier besonders hilfreich. Auf MusicRadar zum Beispiel kannst du Equipment-Bewertungen anderer User lesen, von Gitarren über Plug-ins bis hin zu Laptops. Auch auf Equipboard findest du ausführliche Guides, Berichte und Top-Tipps!

Ein weiterer Faktor, den du berücksichtigen solltest, ist die Kompatibilität deiner neuen Ausrüstung mit deinem bestehenden Setup. Wenn du bereits Ausrüstung wie einen Computer, einen Laptop oder ein MacBook besitzt, solltest du dich vergewissern, dass dein potenzieller Kauf kompatibel ist, bevor du eine Entscheidung triffst.

4. Bleib inspiriert - hör weiter Musik und entdecke sie

Wenn du mit der Musik anfängst, ist es leicht, sich vor allem auf den Erwerb von theoretischem Wissen zu konzentrieren, Akkorde, Tonleitern und Techniken zu lernen oder sich mit bestimmten Musikinstrumenten oder Geräten vertraut zu machen.

Eine Sache, die du dabei nicht vergessen solltest, ist, weiterhin Musik zu hören und zu erforschen. Die Leidenschaft und der Wunsch von Artists, Kunst zu schaffen, werden oft durch die Arbeit anderer inspiriert. Diese Inspirationsquelle immer wieder aufzusuchen, kann unglaublich erfüllend und anregend sein.

Widme deine Zeit der Musik, die du liebst, und den Artists, die du bewunderst, und entdecke neue Stile oder Genres, die deinen kreativen Horizont erweitern und dich zu neuen Ideen anregen. Du kannst auch Konzerte, Musikveranstaltungen oder Open-Mic-Nights besuchen, um dich inspirieren zu lassen und deine Kreativität zu entfalten.

5. Entwickle eine Übungsroutine und strebe nach Beständigkeit

Motivation ist unberechenbar. An einem Tag bist du voller Energie und Begeisterung, am nächsten fehlt sie vielleicht komplett. Beständigkeit ist deshalb das Fundament, das dich langfristig weiterbringt – selbst an Tagen, an denen dir Motivation fehlt.

Eine gute Methode, diese Beständigkeit aufzubauen, ist eine Übungsroutine, die zu deinem Leben passt. Experimentiere mit unterschiedlichen Ansätzen: Wie oft übst du? Zu welcher Tageszeit fühlst du dich konzentriert? Welche Übungen helfen dir am besten? Es ist völlig normal, dass du anfangs mehrere Varianten ausprobierst, bis sich ein Rhythmus findet, der sich natürlich anfühlt.

Denk daran: Menschen verändern sich, genauso wie ihre Lebensumstände. Deine Routine muss also flexibel genug sein, um sich an neue Situationen anzupassen. Beständigkeit bedeutet nicht, starr jeden Tag dasselbe zu tun – es geht darum, regelmäßig dran zu bleiben und kontinuierlich kleine Schritte zu machen.

Studien zeigen, dass es etwa 66 Tage dauert, bis ein neues Verhalten automatisch wird, und zwischen 18 und 254 Tagen, bis daraus eine dauerhafte Gewohnheit entsteht – abhängig von Person, Verhalten und Kontext. Mit der Zeit wird es immer leichter, die Routine zu integrieren, und dein Fortschritt wird spürbar.

Ein langfristiger Vorteil einer solchen Routine ist, dass sie deine Musikreise strukturierter, planbarer und nachhaltiger macht. Du wirst merken, dass tägliche Schritte – seien es kleine Übungseinheiten, das Experimentieren mit Sounds oder das Produzieren kurzer Tracks – sich summieren und schließlich zu echten Fortschritten führen. Beständigkeit ist der Schlüssel, um langfristig kreativ zu bleiben, neue Fähigkeiten zu entwickeln und deine eigene musikalische Stimme zu finden.

6. Erforsche Online-Foren und Communitys

Wenn du deine Musikreise von Grund auf beginnst, kann sich das schnell überwältigend oder einschüchternd anfühlen. Vielleicht weißt du nicht, wo du anfangen sollst, oder fragst dich, ob du überhaupt den richtigen Schritt machst.

Hier können Online-Communities und Foren eine echte Stütze sein. In bestehenden Netzwerken von Artists findest du Tipps, Ratschläge und wertvolle Einblicke, die auf den persönlichen Erfahrungen anderer beruhen. Du musst das Rad nicht neu erfinden – andere haben viele Hürden bereits durchlaufen und teilen ihr Wissen.

Nimm dir die Zeit, musikspezifische Foren oder digitale Communities zu erkunden, in denen du dich wohlfühlst. Schau dir an, welche Fragen andere stellen, beobachte Diskussionen, oder stelle selbst deine eigenen Fragen. All das hilft dir, ein tieferes Verständnis zu entwickeln, Selbstvertrauen zu gewinnen und mögliche Unsicherheiten zu reduzieren.

Neben klassischen Foren sind auch Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok großartige Quellen. Viele Artists und Lehrende veröffentlichen dort Lerninhalte, Tutorials und Inspiration speziell für Anfänger*innen und Musikbegeisterte.

Wenn du dich aktiv in diesen Communities einbringst, erweiterst du nicht nur dein Wissen, sondern wirst Teil eines Netzwerks von Gleichgesinnten, die dich auf deinem Weg motivieren und inspirieren können. Dieser Austausch kann unglaublich bereichernd sein – sowohl fachlich als auch emotional – und dich ermutigen, weiterzumachen, selbst wenn es manchmal eine Herausforderung sein wird.

7. Dokumentiere deine Reise vom ersten Tag an

Am Anfang mag es unnötig oder sogar etwas unangenehm erscheinen, deine musikalische Reise zu dokumentieren. Doch das Aufzeichnen deiner Schritte bringt viele Vorteile mit sich.

Durch Notizen, Aufnahmen oder kurze Journale kannst du besser nachvollziehen, welche Techniken und Methoden für dich funktionieren und welche nicht. Du kannst deine Fehler analysieren, deine Fortschritte feiern und ein tieferes Verständnis dafür entwickeln, wie du als Artist lernst und wächst.

Ein entscheidender Vorteil: Wenn du später auf deine Anfangszeit zurückblickst, wird dir bewusst, wie weit du gekommen bist. Oft merkt man den Fortschritt im Moment nicht – ein Blick auf deine Dokumentation zeigt dir, dass deine Mühe, deine Geduld und dein Engagement Früchte tragen.

Darüber hinaus kann das regelmäßige Festhalten deiner Erfahrungen helfen, deine Gründe immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Dies stärkt nicht nur dein Selbstvertrauen, sondern festigt auch deine Verbindung zu den Zielen, die dich antreiben.

Und noch ein Bonus: Die Fähigkeit, deine Lernprozesse zu reflektieren, deine Fehler zu erkennen und Muster in deinem Verhalten zu identifizieren, ist nicht nur für die Musik nützlich. Dieses Selbstverständnis kann dir auch in anderen Lebensbereichen helfen und dich insgesamt organisierter, bewusster und resilienter machen.

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Martina
Martina

Martina ist eine in Berlin ansässige Musikjournalistin und Spezialistin für digitale Inhalte. Sie begann im Alter von sechs Jahren Geige zu spielen und war zehn Jahre lang in der klassischen Musik tätig. Heute schreibt sie über Musik, die Industrie, Streaming und faire Bedingungen für Künstler*innen.

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