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Qobuz steigert seine Einnahmen um 45,7 % und erreicht 1,2 Millionen User

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Die Einnahmen von Qobuz stiegen im Jahr 2025 um 45,7%, während die Zahl der monatlich aktiven User auf 1,2 Millionen anstieg - ein deutliches Wachstum auf beiden Ebenen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Streamingplattformen, die Wert auf menschliche Kuration und Artist-Orientierung legen, immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Qobuz meldet starkes Wachstum bei Einnahmen und Usern im Jahr 2025

Der französische Streaming-Dienst Qobuz hat seine Ergebnisse für 2025 veröffentlicht. Das Unternehmen hat die gesamte Streaming-Branche deutlich übertroffen und seine Einnahmen um 45,7 % gesteigert, während der Gesamtmarkt um 8,8 % wuchs. Zudem stieg die Zahl der monatlich aktiven User auf 1,2 Millionen in 26 Ländern. Rund 80 % der Einnahmen von Qobuz werden inzwischen außerhalb Frankreichs erzielt, wobei die USA mittlerweile der größte Markt des Unternehmens sind.

Im Gegensatz zu Spotify, Apple Music oder YouTube Music hat Qobuz nie versucht, durch Podcasts, Hörbücher, werbefinanziertes Free-Streaming oder stark personalisierte Algorithmen zu konkurrieren. Stattdessen konzentriert sich die Plattform auf verlustfreies und hochauflösendes Audio sowie redaktionelle Rezensionen von Musikjournalist*innen. Sie ermutigt User, ganze Alben statt einzelner Tracks zu entdecken, und ist nach wie vor einer der wenigen Dienste, die Streaming mit der Möglichkeit verbinden, hochauflösende Musik zu kaufen und herunterzuladen.

Ein weiterer Faktor für das Wachstum ist die Zielgruppe. Qobuz richtet sich vor allem an Soundbegeisterte sowie Musikfans, die bereit sind, für eine höhere Klangqualität mehr zu bezahlen. Das Unternehmen ist zudem durch Partnerschaften mit HiFi-Herstellern gewachsen. Dadurch kann der Streaming-Dienst direkt in Premium-Lautsprecher, Verstärker und andere Audiogeräte integriert werden.

Was das Wachstum von Qobuz für die Streaming-Branche bedeutet

Das Wachstum von Qobuz spiegelt einen Trend im Hörerverhalten wider: Viele Hörer*innen überdenken derzeit, welche Streaming-Plattformen sie unterstützen möchten. Spotify wird beispielsweise seit langer Zeit wegen der Payouts an Artists, KI-generierter Musik und zuletzt auch der Investitionen von CEO Daniel Ek in umstrittene Branchen stark kritisiert. Infolgedessen sind viele Musikfans bewusst zu kleineren Diensten wie Qobuz gewechselt – auf der Suche nach einer Plattform, die ihrer Meinung nach mehr Wert auf Artists und die Musik selbst legt.

Anfang dieses Jahres war Qobuz die erste Streaming-Plattform, die ihre durchschnittliche Auszahlungsrate öffentlich bekannt gab. Das Unternehmen erklärte, durchschnittlich 18,73 US-Dollar pro 1.000 Streams an Rechteinhaber*innen zu zahlen. Zudem hat sich Qobuz öffentlich dazu verpflichtet, KI-generierte Musik auf der Plattform einzuschränken, und setzt weiterhin auf von Menschen verfasste redaktionelle Inhalte statt auf KI-generierte Empfehlungen.

Für unabhängige Artists ist es unwahrscheinlich, dass Qobuz Spotify oder Apple Music in Bezug auf die Streaming-Zahlen ersetzen wird. Das anhaltende Wachstum zeigt jedoch, dass es Platz für alternative Plattformen gibt. Dadurch wird Qobuz zu einem weiteren Kanal, über den Artists ihre Hörer*innen erreichen und ihre Streaming-Präsenz diversifizieren können.

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Michele
Michele

Michele begeistert sich für Musik in den verschiedensten Formen, von Soulful House und Groovy Techno bis hin zu Alternative Rock, Dark Wave und vielem mehr. Mit Erfahrung in den Bereichen Produktion und Journalismus und einem wachsenden Interesse am DJing setzt sich Michele aus vielfältigen Perspektiven mit der Soundkultur auseinander. Zu den aktuellen Themen, die Michele interessieren, gehören Clubkultur, Musikentdeckung und -kuratierung, Tanz sowie die Auswirkungen von Musik auf Wahrnehmung und Gefühl. Michele schreibt auf Englisch.

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