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Alle Erfolgsgeschichten

Federico Albanese

Federico Albanese

Haben wir uns mit dem Komponisten Frederico Albanase getroffen, und haben ihn ein paar Fragen gestellt.

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Interview

1/ Welchen Streaminganbieter findest du am besten für klassische Musik?

Schwierig. Ich würde sagen Tidal weil man hier ohne Qualitätsverluste streamen kann, die Soundqualität ist also ziemlich gut. Spotify und Apple Music sind mittlerweile auch ziemlich gute Plattformen, nicht nur zum Streamen, sondern auch als Mittel, seine Musik zu promoten. Allerdings würde ich sagen, die beste Art, eine Aufnahme klassischer Musik zu genießen, ist immer noch Vinyl. Nicht nur wegen der Unterstützung der Künstler, sondern auch wegen der gesamten Prozedur: sich die Zeit nehmen, eine Schallplatte aus der Hülle zu ziehen, sie auf den Plattenspieler zu legen und sie anzuhören. Streaming kann manchmal recht oberflächlich sein, weil alles so schnell geht, und du kannst skippen und skippen, ohne dich wirklich auf das Gehörte zu konzentrieren.

2/ Findest du, dass das Streaming klassischer Musik für die Künstler und die Zuhörer von Vorteil ist? Warum?

Als Markt definitiv! Insgesamt ist das eine Technologie, die es den Leuten ermöglicht, einen unendlichen Katalog von Musik zu einem sehr fairen Preis zu erschließen. Für den Künstler würde ich auch sagen, dass das vorteilhaft ist, da man seine Musik ziemlich mühelos weltweit verbreiten kann.

3/ Wie denkst du hören die meisten Zuhörer klassische Musik?

Schwer zu sagen. Ich glaube, dass die wirklich musikbegeisterten Menschen am liebsten immer noch den physischen Tonträger in der Hand haben, also LPs oder CDs. Aber ich kann das nicht allgemeingültig sagen. Ich persönlich nutze beides. Ich habe eine durchaus ansehnliche Plattensammlung, aber ich nutze auch häufig Tidal oder Spotify. Und man muss auch wirklich sagen, dass die Technologien immer ausgereifter werden.. . Wenn man nur mal an Bluetooth-Lautsprecher denkt, die inzwischen immer besser und besser klingen, und die ganz leicht mit dem Smartphone oder Laptop verbunden werden können, dann ist es kein Wunder, dass Streaming das dominierende System wird.

4/ Glaubst du, dass sich der digitale Markt auch künstlerisch auf die klassische Musik auswirkt?

Zum Teil ja. Die Entwicklung und das Erstarken der Streaming-Plattformen ist einerseits hilfreich, andererseits führt sie auch zu mehr Oberflächlichkeit. Leute hören sich klassische und zeitgenössische Musik als Hintergrund zum konzentrierten Arbeiten, Lernen oder zur Entspannung an. Dashat sie zur Hintergrundmusik degradiert, zu etwas, was Leute laufen lassen, während sie etwas anderes tun..

Gut, allgemein gesprochen ist Musik ja auch Hintergrund. Du kannst auch eine Platte auflegen, während du kochst, mit Freunden plauderst oder ein Buch liest. Der Unterschied ist, dass du selbst auswählst, welche Musik für welche Tätigkeit am besten geeignet ist. Bei den Streamingdiensten nimmt man dir sehr häufig diese Entscheidung ab, und du hast nicht die Entscheidung darüber, welches Stück als nächstes kommt. Und das letztendlich ist okay für dich, weil das ist angenehm und du musst nicht selbst darüber nachdenken. Und mit so einem Mechanismus ist es nur logisch, dass du einige sehr oberflächliche Musik abspielst, die uninteressant ist, die etwas anderes kopiert, in einer gewissen Weise „konstruiert“. Manchmal sieht man dort die Namen von Künstlern, die nur auf diesen Plattformen zu existieren scheinen, zu denen man kein Hintergrund und keine Geschichte kennt.

5/ Wie gehst du die Produktion eines Albums an? Gehst du ins Studio, nimmst du sie selbst auf, oder beides?

Es ist eine Mischung aus beidem. Meist halte ich den Aufnahmeprozess sehr spontan und offen, und ich erledige das selbst mit meinen Bandgeräten und meinem Klavier. Manchmal passiert es auch auf meinen Tourneen, dass ich nach dem Soundcheck etwas aufnehme, wenn das Instrument und der Raum gut klingen. Ich produziere auch die Musik selbst. Das Studio kommt ins Spiel, wenn wir anfangen zu mixen. Das ist für mich ein essenzieller Teil des Prozesses, wo man auch ein paar fremde Ohren braucht. Das kann einem helfen, das Ganze nochmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten und die Musik letztendlich besser fließen zu lassen.

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