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Slop Tracker: Anteil der Streaming-Einnahmen, der an KI-Artists fließt

  • Michele
  • 02 April 2026, Donnerstag
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KI-generierte Musik wirkt sich auf die Verteilung von Streaming-Einnahmen aus. In diesem Artikel geht es um Slop Tracker, ein Tool, das abschätzt, wie viele Einnahmen synthetische Tracks von menschlichen Artists abzweigen.

Slop Tracker: Messung der Auswirkungen von KI auf die Einnahmen von Artists

Die Diskussion über KI in der Musikindustrie bleibt auch 2026 ein zentrales Thema. Die Verteilung der Tantiemen ist einer der Punkte, die Artists, Unternehmen und Institutionen gleichermaßen beschäftigen, da alle ihr Stück vom Kuchen oder zumindest ein Mitspracherecht beim Geldfluss beanspruchen. Aber wie viel Geld geht eigentlich an Menschen, die Musik mit KI-Tools wie Suno oder Udio erstellen? Slop Tracker will diese Frage beantworten.

Die Website wurde von Thalamin, einem Artist, der mit seinem Vater indigene Flötenmusik aus Nordamerika spielt, ins Leben gerufen, um zu verfolgen, wie viel Geld, das eigentlich an echte Artists gehen sollte, nun von synthetischen Tracks ‚abgezogen‘ wird. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Überzeugung, dass Musik „eine der schönsten und zutiefst menschlichen Ausdrucksformen“ ist und dass die Hingabe, die Artists in ihr Handwerk investieren, um eine Karriere aufzubauen, „respektiert und belohnt werden muss“. Da synthetische Musik einen Teil der Einnahmen abzieht, auf die echte Artists angewiesen sind, müssen Streaming-Plattformen „die Flut von mit geringem Aufwand erzeugten KI-Inhalten in den Griff bekommen“.

Außerdem heißt es, dass „KI-Modelle auf der Arbeit echter Artists trainiert wurden, oft ohne deren Wissen oder Zustimmung. Der erzeugte Output konkurriert nun direkt mit den Artists, deren Kreativität ihn ermöglicht hat.“

Auch andere haben festgestellt, dass KI-Inhalte erhebliche Probleme verursachen. Beispielsweise machen auf Deezer KI-generierte Musikstücke etwa 39% aller täglichen Uploads aus (rund 60.000 Tracks pro Tag), und allein im Jahr 2025 wurden mehr als 13,4 Millionen KI-Tracks entdeckt und markiert. Das Problem ist, dass ein großer Prozentsatz der Streams, die diese Tracks generieren, betrügerisch ist, was die Tantiemen für menschliche Artists verringern kann. Und auch wenn nicht alle KI-generierten Tracks zu Betrugszwecken erstellt werden, sind eine klare Kennzeichnung und Transparenz für viele wichtig. Genau das versucht Slop Tracker zu messen.

Lies unseren Artikel über Deezer's KI-Musikrichtlininen, um mehr über die Zahlen zu erfahren und darüber, wie die Plattform mit synthetischer Musik umgeht und Urheber*innen schützt.

Slop Tracker: Den Einfluss von KI auf die Einnahmen von Artists messen

Slop Tracker listet derzeit 50 Profile auf und schätzt, wie viel Geld sie mit ihren Top-10-Songs auf Spotify verdient haben, wie hoch ihre erwarteten monatlichen Einnahmen sind und wie viele Premium-Abos pro Monat abgeschlossen wurden. Das ist wichtig, weil Spotify ein anteiliges System verwendet, bei dem die Einnahmen aus Abonnements und Werbung gebündelt und nach dem Anteil der einzelnen Tracks an den gesamten Streams verteilt werden. Je mehr ein Song gestreamt wird, desto höher ist sein Payout. Da jeder Stream zählt, können KI-generierte Tracks den Pool verwässern und die Einnahmen für menschliche Artists verringern.

User können außerdem einen Spotify-Link kopieren und einfügen, um zu überprüfen, ob ein Track KI-generiert ist. Es werden nur Tracks mit einer KI-Wahrscheinlichkeit von ≥60 % und einer Konfidenz von ≥50 % angezeigt. Die Plattform nutzt Spektralanalyse, um Frequenzmuster zu untersuchen, und Temporalanalyse, um Timing und rhythmische Mikrovariationen zu analysieren, die für menschliche Leistung typisch sind. Tracks werden dann als „Human Made“, „Processed AI“ oder „Pure AI“ klassifiziert, wobei letztere am einfachsten zu erkennen sind. Slop Tracker weist jedoch darauf hin, dass „Mastering von Dritten die Ergebnisse beeinflussen kann. Dies ist nur ein Datenpunkt – kein endgültiges Urteil“.

Abschließende Überlegungen: Slop Tracker und AI Music Royalties

Tools wie Slop Tracker geben zwar Aufschluss über die Auswirkungen von KI-generierter Musik auf die Tantiemen, zeigen aber auch, wie schwierig es ist, die Effekte auf die Branche vollständig zu verstehen. Erkennungstechnologien befinden sich noch in der Entwicklung, und nicht jeder Track kann eindeutig klassifiziert werden.

Gleichzeitig deuten die Daten auf einen breiteren Wandel hin: Je mehr KI-generierte Musik auf Streaming-Plattformen erscheint, desto dringlicher werden Fragen zu Einnahmen, Eigentumsverhältnissen und fairem Wettbewerb. Für Artists und Rechteinhaber:innen können selbst kleine Veränderungen im Vertrieb von Streams schwerwiegende finanzielle Folgen haben.

Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem auch die Regulierung Gestalt annimmt. Im März 2026 verabschiedete das Europäische Parlament eine Entschließung zu generativer KI und Urheberrecht, in der mehr Transparenz bei den Trainingsdaten, eine faire Vergütung für Rechteinhaber*innen und mehr Kontrolle über die Nutzung kreativer Werke gefordert wird. Tools wie Slop Tracker spiegeln den wachsenden Bedarf an Klarheit im Bereich der KI-Musik wider. Da sich sowohl die Technologie als auch die Vorschriften weiterentwickeln, wird diese Klarheit wahrscheinlich ein immer wichtigerer Teil der Anpassung der Branche.

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Michele
Michele

Michele begeistert sich für Musik in den verschiedensten Formen, von Soulful House und Groovy Techno bis hin zu Alternative Rock, Dark Wave und vielem mehr. Mit Erfahrung in den Bereichen Produktion und Journalismus und einem wachsenden Interesse am DJing setzt sich Michele aus vielfältigen Perspektiven mit der Soundkultur auseinander. Zu den aktuellen Themen, die Michele interessieren, gehören Clubkultur, Musikentdeckung und -kuratierung, Tanz sowie die Auswirkungen von Musik auf Wahrnehmung und Gefühl. Michele schreibt auf Englisch.

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