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5 erfolgversprechende Promotion-Tipps für Indie-Künstler

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An artist on stage singing into a microphone

'Ich bin altmodisch, ich mache Listen'

Als Musiker, der in Berlin lebt, spiele ich meistens in Bars, Cafés und in Theatern und trete eher selten in großen Veranstaltungsorten auf, hinter denen professionelle Promoter und große Promotion-Kampagnen stehen. Was das promoten meiner Musik angeht, bin ich altmodisch. Ich versuche einfach so vielen Leuten wie möglich zu erzählen, dass ich einen Auftritt habe oder neue Aufnahmen veröffentliche. Ich habe zwar in der Vergangenheit Promoter und Promoterinnen engagiert, musste aber letztendlich feststellen, dass bei meinem Bekanntheitsgrad Mundpropaganda am besten funktioniert. Ob Leute zu einem Konzert kommen oder in neue Aufnahmen reinhören, hängt zum größten Teil von der Energie und den Ressourcen ab, die ich investiere.

Je mehr Zeit dir vor einer Veranstaltung zur Verfügung steht, desto besser. Informiere alle so früh wie möglich, damit die Leute das Datum gleich in ihre Kalender eintragen können. Je mehr Energie und Ressourcen du hast, desto größer ist die Chance auf Erfolg; bitte auch Freunde und Familie um ihre Unterstützung. Ich finde es absolut notwendig, mehrere Listen zu machen und sie immer auf dem neuesten Stand zu halten. Listen mit potentiellen Veranstaltungsorten, Radiosendern, Magazinen, Plattenläden, Plattenlabels, Blogs, Promotern etc. Die wichtigste aber ist die Fan-Liste.

1. Das Buch mit der Mailingliste

Meine Lieblingsressource beim Promoten meiner Musik ist mein Mailinglisten-Buch. Egal wo ich auftrete – ich bringe immer ein Skizzenbuch mit, in dem Platz ist für Eintragungen und lasse es aufgeklappt liegen, mit einem Stift in der Mitte. Man kann seine Email oder auch Kommentare, Zeichnung o.ä. hinterlassen. Fans mögen das. Inzwischen haben sich bei mir schon ein paar Bücher voll mit Email-Adressen und schönen Erinnerungen angesammelt. Die Email-Adressen nutze ich, um alle paar Monate eine Liste mit meinen Konzerten und mit neuen Veröffentlichungen rauszuschicken.

Ich nutze auch Email-Abonnementdienste online, aber ohne meine phyisches Mailinglisten-Buch würde ich nicht mehr klarkommen. Wenn du dann dein eigenes Buch auslegst, wundere dich nicht – vor allem wenn du vor einem jüngeren Publikum auftrittst – wenn auch ein paar seltsame Einträge dabei sind, wie Liebesbriefe in dir unbekannten Sprachen oder außergewöhnlich unreife Kritzeleien von diversen Körperteilen. Die meisten Leuten aber werden ihre Wertschätzung für dich und deine Musik zum Ausdruck bringen, indem sie etwas besonderes schreiben und sie werden ihre Email hinterlassen.

2.Blogs

Schicke dein EPK und Infos über kommende Auftritte und Veröffentlichungen an Musikblogs – es gibt so viele davon! Die meisten Blogger, die über Musik schreiben, haben ein aufrichtiges Interesse an Musik. Sie werden sicher auch an deiner Musik interessiert sein und wahrscheinlich etwas über dich schreiben. Die Blogs, denen du deine Musik schickst, sollten aber Sinn machen. Beispielsweise ist es wenig sinnvoll, eine Promo-Mail über einen Auftritt in Berlin an einen UK-Blog zu schicken oder bei einem Heavy Metal-Blog anzufragen, ob sie dein Folk-Album besprechen. Mach eine Online-Recherche und suche dir die Kontaktdaten der Blogs heraus, die nützlich sind für dich. Du kannst auch ein Promo-Video für jedes Konzert, jede Tour oder Veröffentlichung etc. aufnehmen, das man sich dann auf den Blogs und deinen Social Media-Seiten anschauen kann. Denk daran, dass du deine Konzerttermine und deine Musik online auf so vielen Seiten wie möglich präsent haben solltest. Deine Musik auf einem Blog unterzubringen, ist deshalb eine gute Möglichkeit, dir mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

3. Lokale Radiosender und Magazine

Nimm Kontakt auf zu den lokalen Radiosendern und Magazinen. Als ich gerade nach Berlin gezogen war, bin ich mit meiner Gitarre zum Radio Eins-Studio im Admiralspalast gegangen und habe draußen im Hof ein paar Lieder gespielt. Die Moderatorin ist tatsächlich rausgekommen und hat mir zugehört. Letztendlich lud sie mich im Laufe des Jahres zu drei jeweils halbstündigen Liveauftritten und zu Interviews ein. Natürlich war das reines Glück, aber es wäre nicht dazu gekommen, wäre ich da nicht hingegangen und hätte ich nicht im Hof gespielt! Ich habe auch an Journalisten geschrieben, mitunter an die taz hier in Deutschland und glücklicherweise kamen ein einseitiger Artikel und ein Interview über mein Release-Konzert dabei herum. Mit lokalen Publikationen und Radio-DJ's in Kontakt zu treten, kann dir enorm helfen, deine Fan-Base zu erweitern.

4. Plakate, Flyer, Aufkleber

Fallen dir manchmal diese Laternenpfähle oder Werbewände auf, die wie Mumien mit Schichten von wettervergilbten Band-Postern zugekleistert sind? Diese gemeinschaftliche Collage, die auch gar nicht so schlecht aussieht? Sobald ich an so einem Kunstwerk vorbeigelaufen bin, kann ich mich weder an eine bestimmte Band noch an eine Veranstaltung erinnern. Trotzdem lohnt es sich Plakate, Flyer und Aufkleber zu verwenden und sie an Orten unterzubringen, wo sie ins Auge fallen. Ganz klar solltest du deine Plakate in dem Venue aufhängen, wo du auftrittst und überall in der Nähe (in Plattenläden, Bars, Cafés, Bahnhöfen etc), wo es Sinn macht und wo man die Plakate wahrscheinlich bemerken wird. Ich habe immer handgemachte, aus speziellem, grob strukturiertem Papier hergestellte Visitenkarten mit digitalen Download-Codes dabei, die ich Leuten geben kann. Mir gefällt die Ästhetik des Handgemachten mehr als industriell produziertes Merchandise. Manchmal mache ich sogar die Plakate für meine Konzerte selbst.

5. Geh raus!

Geh raus, zu Open Mics und zu Konzerten in deiner Community. Ich habe Glück, denn wo ich lebe, in Berlin Neukölln, gibt es an jedem Abend der Woche nicht weit entfernt von mir eine Open Mic-Veranstaltung. Ich gehe zu Open Mics, um meine nächsten Konzerte anzukündigen, neues Live-Material auf der Bühne auszuprobieren und um mit anderen Musikern zu netzwerken. Ich finde, es ist genauso wichtig, in der lokalen Musikszene und in der Nachbarschaft involviert zu sein, wie im Netz. Die digitale und die physische Welt gehen Hand in Hand und genauso versuche ich auch meine Musik zu promoten. Die Fotos von meinen oder auch von anderen Live-Konzerten teile ich online mit meinen Fans. Leute treffen, Listen auf dem neuesten Stand halten und auch online in Kontakt bleiben – das sind die Promotion-Strategien, die auf lange Sicht am besten funktionieren.

Fazit. Wenn du als DIY-Musiker oder DIY-Musikerin mit deiner Promotion-Strategie Schritt für Schritt vorankommen möchtest, dann versuche es mit den folgenden 5 Tipps: 1.Mache dir eine Mailingliste und schicke alle ein bis zwei Monate einen Newsletter raus. 2.Verschicke dein EPK an Musikblogs und Online-Magazine. 3.Schicke dein EPK an lokale Radio- und Fernsehsender, an Magazine und Zeitungen. 4.Hab' immer Plakate, Flyer, Aufkleber oder Visitenkarten parat. 5.Geh raus, sei bei so vielen Musikveranstaltungen wie möglich dabei und sei involviert in der lokalen Musikszene.

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