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Dein Musikvideo – Tipps für DIY-Musiker

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An artist on stage singing into a microphone

von Brandon Miller

Was macht ein gutes Musikvideo aus? Was brauchst du, um selbst ein gutes Musikvideo herzustellen? Indie-Musiker haben heute mehr Möglichkeiten denn je, kreativ zu sein und selbst eins zu drehen!

Genial und einfach

Was macht ein gutes Musikvideo aus? Das sieht natürlich jeder anders. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn dein Musikvideo auffallen und auch auf lange Sicht Beachtung finden soll. Bei der Herstellung eines großartigen Musikvideos steht am Anfang ein originelles Konzept, das anschließend mit bemerkenswerter und genialer Einfachheit umgesetzt wird. Die Bilder sollten dich sofort fesseln, und sie sollten auf einer einfachen Idee aufbauen, die sich durch den ganzen Song durchzieht.

Es gibt kein perfektes Rezept dafür, wie heutzutage ein Musikvideo produziert wird, außerdem werden fast alle Musikvideos eher im Internet als im TV angeschaut. Musik ist beliebteste Video-Kategorie auf YouTube und macht ein Drittel aller angesehenen Videos aus. Die durchschnittliche Länge eines YouTube-Videos beträgt 4 Minuten und 12 Sekunden. Das Musikvideo ist derzeit die beste Möglichkeit, deine Singles zu promoten, und je mehr Videos du online hast, desto größer ist die Chance, dass deine Musik Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Vergiss nicht, deine Musikvideos mit allen deinen Social Media-Seiten zu verlinken, damit die Zuschauer wissen, wo sie mehr von deiner Musik finden können.

Stell dir die Möglichkeiten vor

Mit der heutigen Technologie stehen dir unzählige Möglichkeiten zur Verfügung, wie du dein Musikvideo herstellen kannst. Du kannst teures technisches Equipment verwenden, spezielle Stunts und unglaubliche CGI-Effekte einbauen, berühmte Schauspieler engagieren und viel Geld in die Produktion stecken oder du nimmst dir ein Smartphone und ein Computer-Animationsprogramm oder eine VHS-Kamera und deinen Goldfisch und hast so extrem niedrige Produktionskosten. Dein Musikvideo ist die visuelle Repräsentation deines Songs und für die Herstellung kannst du auf eine Bandbreite an Elementen und Stilen zurückgreifen.

Egal ob Hi-Fi oder Lo-Fi: die Gestaltung deines Videos sollte, bezogen auf seinen Charakter und die Bildsprache (visuelle Kohärenz), konsequent sein. Es könnte sich um eine erzählerische, eine abstrakte oder eine experimentelle Anordnung handeln, um einen Trickfilm, die Dokumentation eines Live-Konzerts (beispielsweise eines Wohnzimmerkonzerts), eine Komödie, eine Liebesgeschichte oder um eine völlig absurde Tanzeinlage – du hast endlos viele Möglichkeiten. Wo auch immer deine Vorstellungskraft dich hinführt – du solltest darauf achten, dass dein Video Hand in Hand geht mit der Atmosphäre und dem Tempo deines Songs. Oft ist das Besondere an einem Musikvideo, dass es gelingt, ein Lied auf eine einzigartige Weise zu interpretieren, auf eine, die Emotionen hervorruft und inspiriert.

Equipment und Filmteam

Welches Equipment du brauchst, hängt von deinem Konzept und deinem Budget ab. Je kleiner das Budget, desto kreativer musst du sein, denn du wirst dich nicht darauf verlassen können, dass das hochaufgelöste Material einer teuren Kamera dir dein Publikum beschafft. 'I've just seen a face' von der Band April Maze ist ein gutes Beispiel für Low-Budget-Kreativität: sie haben das Video mit einer 8mm-App auf dem iPhone gedreht. Und hier noch eins von April Maze, 'I've Seen The Rain', das danach aussieht, als hätten sie eine Drohne eingesetzt. Das erste Video, das sie mit der 8mm-App gemacht haben, hat nur einen Tag gedauert. Fürs zweite haben sie ein Filmteam engagiert, Produktionskosten gehabt und länger als nur einen Tag daran gearbeitet.

Engagierst du ein Filmteam, dann sei immer großzügig, unterstütze die Crew und sei in deiner Kommunikation so klar wie möglich. So kannst du dazu beitragen, dass die Crewmitglieder ihren Job so gut wie möglich machen. Schließlich sind sie es, die die Bilder deines Musikvideos einfangen, sie sollten also so stressfrei und konzentriert wie möglich arbeiten können (Wasser, Essen und Kaffee/Tee sind Grundausstattung für jeden Dreh). Oder du kontaktierst eine lokale Filmhochschule. Filmstudenten halten häufiger mal nach Projekten Ausschau, an denen sie arbeiten können. Du kannst immer auch ein Crowd Funding machen oder dich für Förderungen bewerben, die die Produktionskosten für dein Musikvideo abdecken.

Falls dich weder die Smartphone, noch die Filmteam-Variante ansprechen und du trotzdem ein professionelles Video herstellen willst, kannst du beispielsweise eine preisgünstige Kamera mit einem Aufsatz zum Reduzieren der Tiefenschärfe verwenden. Die geringe Tiefenschärfe (wie sie 35mm- und andere professionelle Kameras haben) wird verwendet, um ein Motiv vor verschwommenem Hintergrund scharf zu stellen. Die meisten billigeren Kameras schaffen das nicht, aber mit einem Tiefenschärfe-Aufsatz (Linse) solltest du diese professionelle Ästhetik erzeugen können. Kameras mit auswechselbaren Linsen sind die wohl günstigste Variante ein qualitativ hochwertiges Video aufzunehmen. Die Canon T5i/700D und die spiegellose EOS-M sind gute Anfängeroptionen.

Ein weiteres Tool für DIY-Künstler, die ein Musikvideo drehen wollen, ist die 'Steadycam für arme Leute', bei der du dir den Stabilisierer selbst baust. Weiteres Equipment, das du brauchen könntest, sind Dolly, Schienen, Kameraausleger (Jib) und etwas Lichttechnik. Das kannst du dir alles bei einem Film- und Videotechnikverleih in deiner Nähe ausleihen. Als Alternative habe ich auch schon Bauscheinwerfer benutzt, als ich mit Animationen experimentiert habe. Ich rate aber von billiger Beleuchtung ab, wenn man etwas aus dem 'echten Leben' filmt. Sich professionelle Filmtechnik zu leihen, ist immer die bessere Wahl.

Für die abschließenden Schritte (die Postproduktion) deiner Musikvideoproduktion wirst du ein Schnittprogramm brauchen. Videodateien sind um einiges größer als Musikdateien, sie nehmen auf deinem Rechner viel Speicherplatz ein. Solltest du vorhaben, allein zu schneiden und zu exportieren, dann wirst du einen hochwertigen Computer mit einem guten Prozessor und viel RAM benötigen, die das leisten können. Die Postproduktion kann sich hinziehen. Selbst wenn du mit dem Schneiden und mit der Farbkorrektur durch bist, dauert es manchmal mehrere Stunden, bist alles exportiert ist. Führe immer ein Backup von deinem Material auf einer externen Festplatte durch, falls dein Computer mal abstürzt oder die Datei beschädigt wird.

Zum Beispiel

Hier ein paar Beispiele, die, wie ich finde, die geniale Einfachheit haben, an der sich ein Musikvideo orientieren kann: Bob Dylans Subterranean Homesick Blues, Bruce Springsteens Streets of Philadelphia, Radioheads Lotus Flower und Timber Timbres- Black Water. Nochmal ganz anders meisterhaft und clever sind die Videos von Ok GO, die sollte man unbedingt gesehen haben. Ganz gleich welche Richtung du mit deinem Musikvideo einschlägst – denk daran, dass es sich nicht um Werbung für deinen Song handelt. Es geht vielmehr darum, dass du die visuelle mit der Audio-Ebene verbindest, um für deine Fans ein Erlebnis und eine Wirkung zu schaffen, die in Erinnerung bleibt.

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