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So wichtig ist dein Albumcover-Artwork

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An artist on stage singing into a microphone

Worauf die Leute achten

Ich stehe im Foyer des Berliner Heimathafens und warte darauf, dass das Konzert von 'Get Well Soon' (die Band ist bei City Slang unter Vertrag) losgeht. Als ich am Merchandise-Stand den Verkäufer, welches Album er mir empfehlen würde, antwortet er: „Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, was auf den Alben hier für Musik drauf ist, aber ich weiß, dass die Leute das hier in der Mitte gern kaufen, wegen des Cover-Artworks.“ Er zeigt auf eine der 10 Zoll Vinyl-Platten mitten auf dem Merchandise-Tisch.

Die Geschichte des Plattencovers

Wahrscheinlich kennst du die weisen Worte, dass man nie etwas nur nach seinem Äußeren beurteilen sollte. Das klingt nach einem netten Ratschlag, den meine Großmutter mir geben würde. In Wirklichkeit aber beurteilen wir immer alles zunächst einmal nach dem ersten Eindruck – besonders Plattencover! Seit 1948 die LP erfunden wurde, hat sich die gesamte Plattenindustrie das Konzept zu eigen gemacht, das Albumcover als eins seiner wichtigsten Marketingtools zu nutzen. Ein großes Quadrat mit einer Abbildung drauf, die wiedergibt, was es mit den Künstlern und mit der Musik auf sich hat. Die vielleicht größte gesellschaftliche Auswirkung, die Plattencover bislang mit sich gebracht haben, ist die Prägung eines bestimmten Lifestyles. Erst mit dem Albumcover-Artwork fing Musik an, auch in der Modebranche, in der Politik, sowie hinsichtlich der sozialen Identität, stark an Einfluss zu gewinnen.

Physische und digitale Quadrate

Wer mag nicht ein gutes Plattencover. Es ist aber nicht mehr ganz das, was es einmal war. Unser erster Eindruck, den wir von einem Album haben, ist nicht mehr ein physischer. Heute wird die Mehrzahl der Albumcover-Artworks zunächst auf einem Computer- oder auf einem Smartphone-Bildschirm angesehen, und meist sind das dann kleine Quadrate, die sich nicht anfassen lassen. In Vinyl-Zeiten musste man noch in einen Plattenladen gehen, um sich ein Albumcover ansehen zu können, oder man erwischte eine Abbildung in einer Zeitung oder Zeitschrift. Mit der Kassette und der CD gingen dann die kleineren Rechtecke und Quadrate einher, mit ihrem Innenhüllen-Artwork und kleinen Textbooklets. Die digitalen Datenquadrate, die uns als Musiker und Musikerinnen repräsentieren, verleihen uns heute mehr Möglichkeiten, unser Image und unsere Musik nach außen zu tragen, an mehr Fans als jemals zuvor. Und mit dem 'Comeback' der Vinyl-Schallplatte, das kontinuierlich an Momentum gewinnt, werden wir die Vorteile beider Welten vereinen können: die Reichweite und die Vorteile des digitalen Albums in Kombination mit der physischen und der künstlerischen Komponente einer Vinylschallplatte.

Mach' nicht den gleichen Fehler, den ich gemacht habe!

Mit dem ersten Album, das ich in Europa veröffentlichte, verteilte ich überall im Internet verschwommenes Artwork. Weder das Label, mit dem ich zusammenarbeitete, noch ich selbst wussten, wie wichtig es war, die Qualitätsanforderungen für Bilder einzuhalten, die für den digitalen Vertrieb und für die Online-Presse vorgesehen waren. Die Auflösungen für das CD-Presswerk waren andere, als sie fürs Internet nötig waren. Physisch sah mein Album sehr gut aus, aber online wirkte es wie ein verpixeltes orangefarbenes Käseomlette. Trotz der unzähligen guten Reviews von Musikblogs und Presse, wurden meine digitalen Downloads nur wenig gekauft. Diese Erfahrung lehrte mich, auch auf Details zu achten und sie nicht vollständig an jemand anderen abzugeben. Nachdem man diesen langen Prozess hinter sich gebracht und das Album geschrieben, aufgenommen und veröffentlicht ist, wäre es bedauerlich, wenn in dein Album nicht einmal reingehört wird, weil das Artwork auf den Bildschirmen nicht gut aussieht.

Technische Anforderungen und Spezifikationen

Du solltest sicher stellen, dass dein Artwork beim ersten Hochladen alle geforderten Spezifikationen erfüllt. Überprüfe, ob dein Bild auch groß genug ist – nicht dass du es streckst und es dann verschwommen ist. Die Standardmaße für digitales Albumartwork betragen 2000 x 2000 Pixel JPG (wir empfehlen 3000 x 3000). Der exakte 'KünstlerInnenname' und 'Albumtitel' muss auf dem Cover erkennbar sein und mit den Metadaten übereinstimmen. Itunes akzeptiert NICHT: verschwommene und verpixelte Bilder, Webseiten-URL's, Symbole von sozialen Netzwerken, Email-Adressen, Bilder mit pronographischem Inhalt und Bilder, an denen jemand anderes das Recht am Bild besitzt. Es gibt kostenlose Open-Source-Software, die du dir für die Arbeit an deinem Cover herunterladen kannst, wie  Seashore, Gimp, Inkscape, Scribus u.v.a.

Heb' dich ab und kreiere einen Wiedererkennungswert!

Dein Artwork sollte beim Publikum nicht weniger in Erinnerung bleiben, als deine Musik. Es ist hilfreich, wenn dein Artwork einen ganz bestimmten Stil hat, für ein Image oder ein Branding steht, das zu deiner Musik passt und das sich tendenziell durch alle deine Veröffentlichungen zieht. So kann man dich und deine Musik sofort zwischen all den anderen Künstlern finden. Du kannst Schrift, Farben und Designs als dein einzigartiges Markenzeichen derart verwenden, dass sie alle Aspekte deiner Veröffentlichung miteinander verbinden. Jack White benutzt für seine Releases jeweils unverwechselbare Farbcodes, die er dann für sein Album- und Single-Artwork, für seine Musikvideos, Bühnenkostüme, fürs Merchandise und sogar für seine Instrumente einsetzt. Seine letzten Veröffentlichungen waren alle in blau-weiß-schwarz, und seine White Stripes-Releases in rot-weiß-schwarz  gehalten. Fast alle berühmten Künstler und Künstlerinnen haben ein Logo und ein Grafikdesignschema, das ihnen hilft, sich von anderen abzuheben und wiedererkannt zu werden, ohne zu viel Aufwand betreiben zu müssen. Finde heraus, welche Art von Grafikdesign zur Stimmung deiner Musik und zum Ausdruck deiner Bühnenpersönlichkeit passt und triff klare einheitliche Entscheidungen für alle Details, welche du nach außen an die Öffentlichkeit trägst.

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