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Neue Wege, klassische Musik zu hören (Teil 1)

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Konzert klassischer Musik in der Pariser Philharmonie

"Wo ist die goldene Mitte, wo sich leichte Zugänglichkeit und höhere Wertigkeit treffen?"

Alltagsklassik

Klassische Musik ist ernste auskomponierte Musik, deren Tradition in der westlichen Kultur verwurzelt ist und deren Ursprünge künstlerisch aus der Ära der Klassik (1750-1820) entspringen. Gleichwohl klassische Musik heute ganz anders gehört wird als zur damaligen Zeit. Zeitgenössische klassische Musik kann heutzutage im gesamten Alltagsleben im Hintergrund vorgefunden werden, wie in der Werbung, im Fernsehen und in Kinofilmen, oder da, wo sich Menschen versammeln, zum Beispiel in Restaurants..

Leute gehen immer noch zu Orchesteraufführungen und Radiostationen spielen immer noch 200 Jahre alte Kompositionen, aber die Art und Weise, wie klassische Musik konsumiert wird, hat sich insgesamt drastisch verändert. Man betrachte nur einmal die die Vielzahl der innovativen Arten, auf die Klassik- und Kunstliebhaber beim Classical Next Festival die etablierten Strukturen verändern, welches demnächst vom 17. bis 20. Mai in Rotterdam, Niederlande, stattfindet.

Unsere heutigen Hörgewohnheiten hängen in hohem Maße von drei Faktoren ab: Zugang, Zeit und Neuartigkeit. Je leichter Musik zugänglich ist, desto weniger Zeit braucht es, sie zu entdecken, allerdings bietet ein solch leichter Zugang umso weniger neuartige Erfahrung. Bei Arten mit einer höheren Originalität, für die man zum Beispiel ein Konzert besuchen muss, muss man hingegen mehr Zeit aufwenden, das zu arrangieren, und damit sinkt auch die Zugänglichkeit. Beispielweise könnte das Konzert dann schon ausverkauft sein, man muss sich frühzeitig um Karten bemühen und mehr Aufwand betreiben.

Neue Wege in der Klassik

Wo ist also die goldene Mitte, wo sich leichte Zugänglichkeit und höhere Wertigkeit treffen? Das scheint bei spezialisierten Hörplattformen der Fall zu sein. Etwa bei Streamingdiensten, die einen Mehrwert bieten, welcher sie von anderen abhebt. So bietet der Streaming-Service IDAGIO eine umfangreiche Datenbasis und ein speziell strukturiertes Interface, welches sie zur leistungsstarken Suchmaschine macht. Damit kann man nach all jenen spezifischen Kriterien suchen, welche die klassische Musik so besonders macht, beispielsweise nicht nur nach Komponisten, sondern auch nach den Musikern, welche die Werke aufführen, so wie Dirigent, Orchester, Solisten, etc.

Bildschirmfoto Idagio Streaming Gustav Mahler

IDAGIO benutzt außerdem ein proprietäres Datenmodell, in welchem die Künstler nach abgespielten Sekunden bezahlt werden anstatt nach Plays, was es zu einem nutzerzentrierten Bezahlmodell macht. Das bedeutet, dass Musiker so viel Geld für ihre Aufführung bekommen, wie lange diese (in Sekunden) abgespielt wurden, und bei klassischer Musik kann so ein Stück ja leicht mal 20 Minuten oder länger dauern. Für Künstler ist dieses Modell wesentlich fairer.

Oder man nehme den Streaming-Anbieter Qobuz, die französische Musikplattform, die sich auf hochauflösende Audiodateien spezialisiert hat. Qobuz bietet mehr als 40 Millionen Titel zum Streamen in CD-Qualität (FLAC 16 Bits / 44.1kHz) an und bietet auch einen digitalen Download-Service, der High Resolution-Dateien (in 24 bit) bereitstellt. Verlustfreie Kompression ist ein Algorithmus in der Datenkompression, mit dem die Originaldaten aus den komprimierten Daten vollständig wieder hergestellt werden können. Allerdings sind die resultierenden Dateien recht groß und brauchen mehr Zeit für den Download.

Hingegen bietet die normale Kompression nur eine Annäherung an die Originale, was das Streamen erleichtert, aber mit einem Qualitätsverlust einhergeht. Qobuz stellt zudem heraus, dass es ein Team von Experten für klassische Musik beschäftigt, die aus den tausenden Tracks, die täglich bei ihnen eingehen, die interessantesten Neuvorstellungen von Hand heraussuchen und Playlisten kuratieren.

Blaues Qobuz-Logo auf blauen Hintergrund

Andere Plattformen, die sich auf besondere Liveerlebnisse in der klassischen Musik konzentrieren, sind an den Start gegangen oder haben sich bereits erfolgreich behauptet, so wie etwa die Yellow Lounge. Die Idee der Yellow Lounge wurde in der Berliner Clubszene geboren und hat sich im vergangenen Jahrzehnt über den gesamten Erdball ausgebreitet. Das Konzept ist, das Erlebnis klassischer Musik in den Club zu holen und die besten Klassik-Musiker mit den Sets führender DJs und VJs zusammenzubringen. Es ist ein offenes und sehr spezielles Konzept, das immer wieder an anderen Orten stattfindet. Um zu wissen, wann und wo die nächste Yellow Lounge stattfindet, muss man sich für den Newsletter auf der Website anmelden. Ins Leben gerufen wurde dieses originäre Projekt von der Deutschen Grammophon, einem der bekanntesten Klassiklabels der Welt, mit dem Ziel, sich neue Hörerschaften für klassische Musik zu erschließen.

Beruf Klassik

Wie lebt es sich also als professioneller klassischer Musiker in dieser neuen Welt? Wie stellt man die Hörer zufrieden und was ist dabei wichtig? In Teil zwei dieses Artikels setze ich mich mit dem Komponisten und Pianisten Federico Albanese für ein Interview zusammen. Sein neues Album 'By the Deep Sea' erschien im Februar 2018 auf dem Label Berlin Classics Neue Meister/Edel und wurde von der Kritik begeistert aufgenommen. Federico Albanese live zu sehen ist ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Seine aktuellen Tourdaten und Veröffentlichungen findet ihr hier und höre dir seine Playlist an:

Checke unsere Anleitung "Wie veröffentliche ich einen Release im Genre Klassik?".

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