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Tipps für Kollaborationen in deiner lokalen Musikszene

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Viele Musiker*innen sind dabei neue Erfolgsmodelle zu entwickeln. Hier ein paar Tipps, wie du mit deiner lokalen Indie-Musikcommunity zusammenarbeiten kannst, anstatt dich ausschließlich in den typischen 'Solokünstler*innen'- oder 'Band'-Strukturen zu bewegen

Kollaborationen innerhalb der Musikindustrie wurden einmal mit dem Konzept assoziiert, einen Traum zu verfolgen, der einen irgendwann 'ganz groß rausbringt'. Dieser Archetyp wird derzeit nur noch bei Talentwettbewerb-Shows, bei gigantischen, von Unternehmen gesponserten Festivals oder beim Kampf um die Chart-Spitze idealisiert. Ein Konzept, das in Anbetracht der Alltagswirklichkeit von Indie-Musiker*innen wenig haltbar scheint, weshalb viele Künstler*innen an neuen Erfolgsmodellen arbeiten.

Heute ein erfolgreicher Musiker oder eine erfolgreiche Musikerin zu sein bedeutet eher, so oft wie möglich live zu auftreten, dafür bezahlt zu werden und deine Musik an Leute zu bringen, die dich wirklich schätzen und unterstützen. Einen Sync Deal zu bekommen oder bei einem Label unterzukommen ist auf deinem Weg zum Erfolg sicher hilfreich, heißt aber nicht unbedingt, dass es die organisch gewachsene Basis mit sich bringt, die für eine nachhaltige Karriere nötig ist. Es ist also klar, dass Musiker*innen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit entwickeln, indem sie sich echte 'Graswurzel'-Netzwerke aufbauen. Hier ein paar Tipps, wie du mit deiner lokalen Indie-Musikcommunity zusammenarbeiten kannst, anstatt dich ausschließlich in den typischen 'Solokünstler*innen'- oder 'Band'-Strukturen zu bewegen.

Vorsicht Sackgasse!

Wenn wir Musik machen, Musik konsumieren oder ein Projekt ins Leben rufen, sprich eine Kollaboration anstreben, dann assoziieren wir das oft mit einem bestimmten Genre, Stil oder einer Musik-'Marke', die von der Gesellschaft gerade bevorzugt werden. Hast du schon einmal bemerkt, dass wenn eine Band den Durchbruch schafft, viele Musiker*innen anfangen deren Sound oder Stil zu kopieren? Pass auf, dass du in keine Sackgassen gerätst, sondern bei deinen Kollaborationen, bezogen auf das Musikhandwerk, authentisch bleibst.

Erweitere dein handwerkliches Repertoire durch Vielseitigkeit und Offenheit

Mit je mehr unterschiedlichen Musikern und Musikerinnen du spielst, zu je mehr ausgewählten Konzerten du gehst, desto höher sind statistisch gesehen die Chancen, dass du dein handwerkliches Können erweiterst, insbesondere wenn du offen dafür bist und bei den Performances anderer auf die Feinheiten und die Ausführung achtest. Es lassen sich immer Möglichkeiten finden, wie man die vielen Kreativitätsstränge unterschiedlicher Couleur, die es in der Musik gibt, auf eine neue Art und Weise miteinander verbinden kann, indem man Ausschnitte aus einem Act in einen anderen einsetzt. Vor allem Jazz- und Bluesmusiker oder auch Rapper machen das schon seit geraumer Zeit so, und es ist genau das, was Grenzen verwischen, Einschränkungen aufheben und schier unglaubliche neue Klänge hervorbringen kann. Neulich habe ich ein improvisiertes Konzert erlebt, bei dem ein amerikanischer Swing-Jazz Fiddle-Spieler mit einem traditionellen syrischen Folk-Sänger performte und dabei kam derart schöne Musik raus, wie ich sie noch nie gehört hatte.

Such dir Leute für Projekte

Es kann sich zutiefst bereichernd herausstellen, wenn man mit Musiker*innen und Producer*innen für 'einmalige' Projekte zusammenkommt, beispielsweise zum Aufnehmen einer Single, EP oder sogar eines ganzen Albums, für ein Live-Konzert, eine Tour oder auch für nur ein Youtube-Video, was alles nicht gleich heißen muss, dass du eine Band daraus machst, die von nun an an deiner Seite ist und dein Schicksal mit dir teilt. Du brauchst nicht ausschließlich mit einer Band oder einem Projekt verheiratet zu sein. Es tut gut mit anderen zu spielen und kann dir auf vielerlei Weise nützen: du kannst deine Fanbase und deine Kontakte im Musikbusiness ausweiten, dein Einkommen erhöhen und deine Vielseitigkeit auf der Bühne oder im Studio ausbauen. Du kannst dich für eine Kollaboration engagieren und dabei gleichzeitig unabhängig bleiben.

Suche, finde und vernetze dich

Ich gehe oft zu Jam-Sessions, zu Open Mic-Abenden und zu Konzerten. Ich komme gern mit Musiker*innen in Kontakt, die nicht den Anschein machen, als hätten sie etwas zu beweisen. Finde Leute, von denen du etwas lernen kannst, mit denen zu vielleicht zusammenarbeiten möchtest, anstatt dich einfach nur von ihnen beeindrucken zu lassen. Wenn du nicht raus gehst und findest, wer oder was zu dir passt, dann kann es passieren, dass du dich als Musiker.in nicht großartig entwickelst.

Mach einfach nur Musik

Ist es nicht leicht, Performer*innen zu spotten, die wie die Blues Brothers auf 'göttlicher Mission' zu sein scheinen? Die erfolgreichsten Musiker*innen, denen ich bisher begegnet bin, spielen, weil sie Musik lieben, das treibt sie an. Nach denen solltest du Ausschau halten! Denn wenn du mit jemandem zusammenarbeitest, der einen strikten Plan hat, der ständig von überzeugenden Konzepten redet, die sich als eine Art Mission entpuppen, dann kann dich das viele Nerven kosten.

Kenne dich selbst

Kollaborationen zwischen Musiker*innen können dich die verschiedensten Wege einschlagen lassen. Finde heraus, was du willst, was du dir von einer Zusammenarbeit versprichst und wann du eine Trennlinie ziehen musst, wenn du das Gefühl hast, dass deine Unabhängigkeit und deine Energie auf dem Spiel stehen. Wenn du zum Beispiel eine Gruppe zusammenbringst, mit der du vorhast, nur ein paar Konzerte zu spielen, für die du das Booking übernimmst, dann lasse die anderen nicht in dem Glauben, dass du bis in alle Ewigkeit Konzerte für euch als Gruppe buchen wirst. Du solltest deine Bedürfnisse und Ziele unmittelbar kommunizieren.

Und nun noch ein paar Beispiele für erfolgreiche Kollaborationen in der Indie-Szene, die man, wie ich finde, unbedingt kennen sollte: Tess Parks und Anton Newcombe, Modest Mouse und Johnny Marr, alles von U.N.K.L.E, Atoms for Peace, Will Oldham und Matt Sweeney und Beck's Record Club.

Denke immer daran, dass wenn man sich für ein Projekt zusammenschließt, es Spaß machen sollte und idealerweise sollten keine Verpflichtungen daran geknüpft sein, die dich verspannt zurücklassen. Gut gespannt sollten nur deine Gitarrensaiten sein und die Rechte zu deinen Songs solltest du wohlweislich mit deinem Konto verknüpft haben, und zwar spätestens dann, wenn du das Ergebnis einer Kollaboration an die neueste Werbung für zaubersaubere Elektroautos verkauft hast.

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