Was du zwischen Veröffentlichungen tun kannst: Ein Guide für unabhängige Artists
- Martina
- 04 Juni 2026, Donnerstag
- Deinen Plan strukturieren und aufräumen
- Analysiere dein letztes Release
- Überdenke deine Ziele
- Vergrößere deine E-Mail-Liste
- Inhalte aus bestehender Musik erstellen
- Langfristige Content-Assets schaffen
- Fokus auf den Aufbau von Beziehungen
- Lerne, präsent zu sein und für dich selbst zu sorgen
- Fazit: Was du zwischen Veröffentlichungen tun kannst
Beständigkeit ist zu einem zentralen Prinzip der modernen Musikindustrie geworden. Von Artists wird erwartet, dass sie regelmäßig in den sozialen Medien posten, sich mit ihrem Publikum austauschen und – was vielleicht am wichtigsten ist – regelmäßig Musik releasen. Doch bevor Musik veröffentlicht werden kann, muss sie erst einmal produziert werden – ein Prozess, der natürlich Zeit braucht. Deshalb fragen sich viele Artists, was sie zwischen den Releases tun sollen.
Dieser Artikel gibt dir praktische Tipps, wie du diese „Auszeit“ als strategische Wachstumsphase nutzen kannst, um dein Publikum aufzubauen, deine Marke zu stärken und dich auf dein nächstes Release vorzubereiten.
1. Deinen Plan strukturieren und aufräumen
Beginnen wir mit einer der am wenigsten glamourösen – aber wohl praktischsten – Möglichkeiten, die Zeit zwischen Releases zu nutzen. Dein Setup zu organisieren, administrative Aufgaben zu erledigen und Dinge abzuarbeiten, die schon lange auf deiner To-do-Liste stehen, kann dazu beitragen, dass deine Musikkarriere reibungslos läuft und sich kleine Probleme später nicht zu größeren entwickeln.
Eine Auszeit kann für diese Art von Arbeit ideal sein. Ohne die Anforderungen einer Release-Kampagne kannst du dir die Zeit nehmen, dich zu organisieren und Systeme aufzusetzen, bevor du mit einem neuen Projekt startest.
Das kann Folgendes beinhalten:
Aktualisieren oder Erstellen eines effektiven EPK (Electronic Press Kit)
Überprüfen und Aktualisieren deiner Artist-Profile und Websites
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Organisieren von Metadaten, Masters und anderen wichtigen Dateien
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Registrierung von Tracks bei Verwertungsgesellschaften
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Überprüfen von Publishing- und Tantiemeninformationen
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Inhalte und Promotion-Assets im Voraus erstellen
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Aktualisieren von Kontaktlisten und Branchenkontakten (mehr dazu später)
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Überprüfen deiner Release-Strategie und Festlegen von Zielen für den nächsten Zyklus
Natürlich sind diese Aufgaben vielleicht nicht so aufregend wie das Schreiben von Songs oder Live-Auftritte, aber sie können dir helfen, die Struktur und das Fundament aufzubauen, das du für eine nachhaltige Karriere brauchst. Eine gut organisierte, funktionierende Infrastruktur kann dir Zeit sparen (vor allem dann, wenn du sie brauchst, um Musik zu machen), Stress reduzieren und sicherstellen, dass du Chancen nutzen kannst, sobald sie sich bieten.
2. Analysiere dein letztes Release
Eines der wichtigsten Dinge, die du zwischen den Releases tun kannst, ist, in die Daten einzutauchen. Jedes Release liefert wertvolle Erkenntnisse, die das nächste verbessern können – der Schlüssel ist zu wissen, wonach du suchen musst. Beginne mit der Analyse des Releases selbst. Schau dir die Streaming-Performance auf den wichtigsten Plattformen an – oder auf den Plattformen, die für dein Genre am relevantesten sind – und finde heraus, welche Songs bei deinem Publikum am besten angekommen sind.
Apropos Publikum: Es ist wichtig zu verstehen, wer deine Musik tatsächlich hört und mit ihr interagiert. Untersuche demografische Daten, Standorte und Hörgewohnheiten deiner Hörer*innen. Erreichst du weiterhin dieselbe Zielgruppe oder hat sich deine Hörerschaft verändert? Die Antwort darauf kann deine Strategie für zukünftige Releases maßgeblich beeinflussen – von Marketingkampagnen und Content-Planung bis hin zu ergänzenden Aktivitäten wie Tourneen und Live-Auftritten.
Auch deine früheren Marketingkampagnen und Initiativen solltest du auswerten. Schau dir an, was funktioniert hat und was nicht. Vielleicht hat eine bestimmte Kampagne starkes Engagement ausgelöst und verdient mehr Aufmerksamkeit, während andere Formate weniger gut funktioniert haben. Vielleicht hat deine Herangehensweise an eine bestimmte Social-Media-Plattform nicht die gewünschten Ergebnisse geliefert, oder deine künstlerische Identität kam in den geteilten Inhalten nicht klar genug zum Ausdruck.
Das Ziel ist nicht nur, die Performance zu messen. Es geht darum, Muster zu erkennen, daraus zu lernen und diese Erkenntnisse in deinen nächsten Release-Zyklus einfließen zu lassen.
3. Überdenke deine Ziele
Die Analyse von Daten ist zwar wichtig, aber es kann auch hilfreich sein, über Streams, Follower oder Platzierungen in Playlists hinauszudenken und deine Musikkarriere aus einer breiteren Perspektive zu betrachten.
Sind deine Ziele noch dieselben? Wie sieht Erfolg für dich in diesem Jahr aus? Hat sich diese Definition seit deinem letzten Release verändert?
Vielleicht war es dein ursprüngliches Ziel, deine Hörerschaft zu vergrößern, aber jetzt bist du stärker daran interessiert, Live-Shows zu spielen. Vielleicht hast du gemerkt, dass dir die Zusammenarbeit mit anderen Artists mehr liegt als ein Soloprojekt zu verfolgen. Oder du hast ein Ziel erreicht, auf das du lange hingearbeitet hast, und bist bereit, dir ein neues zu setzen.
Wenn du dir die Zeit nimmst, deine Ziele zu überdenken und zu prüfen, ob du dich noch in die gewünschte Richtung bewegst, kannst du sicherstellen, dass deine täglichen Aktivitäten mit deinen langfristigen Zielen übereinstimmen. Es kann dich auch davor bewahren, Kennzahlen nachzujagen, die auf dem Papier zwar beeindruckend aussehen, aber nicht unbedingt zu der Karriere beitragen, die du dir aufbauen willst.
4. Vergrößere deine E-Mail-Liste
E-Mail ist nach wie vor eines der wertvollsten Instrumente, um ein Publikum aufzubauen und zu halten. Das liegt daran, dass du im Gegensatz zu sozialen Medien einen direkten, erlaubnisbasierten Zugang zu den Postfächern deiner Fans hast. Du bist nicht von sich ändernden Algorithmen abhängig, und deine Nachricht konkurriert nicht mit unzähligen anderen Posts um Aufmerksamkeit.
Am wichtigsten ist vielleicht, dass du die vollständige Kontrolle über deine Abonnent*innenliste hast. Wenn sich jemand registriert, gibt diese Person dir die Erlaubnis, sie zu kontaktieren – das heißt, sie entscheidet sich aktiv dafür, von dir zu hören. Das ermöglicht dir, durch gezielte, messbare Kommunikation eine persönlichere Beziehung zu deinem Publikum aufzubauen, die langfristig gute Ergebnisse liefert.
Der Schlüssel zum Wachstum deiner Liste liegt darin, deinen Fans einen überzeugenden, fast unwiderstehlichen Anreiz zum Abonnieren zu bieten. Die meisten Menschen erhalten bereits jeden Tag Dutzende von E-Mails und brauchen daher einen guten Grund, sich in eine weitere Mailingliste einzutragen. Hier kommt ein sogenannter „Fanmagnet“ ins Spiel. In der Regel handelt es sich dabei um etwas Exklusives, an das Fans anderswo nicht so leicht herankommen – zum Beispiel unveröffentlichte Demos, exklusive Tracks, Merchandise-Rabatte, VIP-Zugang zu Ankündigungen, neue Musikvideos oder Vorverkaufsrechte für Konzerttickets.
Wenn du dich entschieden hast, was du anbieten willst, musst du es den Fans so einfach wie möglich machen, sich zu registrieren. Hier sind ein paar effektive Möglichkeiten, um deine Liste zu vergrößern:
- Füge einen „Join my mailing list“-Link zu deinen Social-Media-Bios, Streaming-Profilen und Smartlinks hinzu.
- Binde ein einfaches Anmeldeformular auf deiner Artist-Website ein, am besten in der Fußzeile oder auf der Startseite. Wenn möglich (und sinnvoll), kannst du auch ein nicht aufdringliches Pop-up verwenden.
- Schalte gezielte Social-Media-Anzeigen, zum Beispiel auf Meta (Facebook oder Instagram), die Nutzer*innen auf eine Opt-in-Landingpage führen, auf der sie im Austausch für ihre Kontaktdaten Zugang zu exklusiven Inhalten erhalten.
- Sammle E-Mail-Adressen bei Live-Auftritten mithilfe von QR-Codes auf Setlists, Postern oder am Merch-Stand oder indem du ein Anmeldeformular bereitstellst.
5. Inhalte aus bestehender Musik erstellen
Wenn dein Release erschienen ist und das nächste noch eine Weile auf sich warten lässt, fragst du dich vielleicht, worüber du als Nächstes posten sollst. Die gute Nachricht ist, dass dein neues Release noch viel Leben in sich hat. Ein einzelner Song kann sogar über Wochen hinweg Content liefern, ohne dass dein Publikum davon überwältigt wird.
Viele Artists machen den Fehler, ein Release als einmaliges Ereignis zu betrachten. Sieh es stattdessen als Ausgangspunkt für Gespräche, Geschichten und Einblicke, die deinen Fans helfen, eine tiefere Verbindung zu deiner Musik aufzubauen.
Hier sind einige Content-Formate, die du ausprobieren kannst:
- Geschichten hinter den Kulissen zur Entstehung des Songs
- Einblicke in das Songwriting und kreative Entscheidungen
- Material aus dem Studio und Einblicke in die Produktion
- Erklärungen zu Songtexten und der Bedeutung einzelner Zeilen
- Q&As mit Fans
- Unveröffentlichte Demos oder alternative Versionen
- Performance-Clips, live oder zu Hause aufgenommen
- Einblicke in Equipment und Produktionsprozesse
- Geschichten über die Inspiration hinter dem Song
- Reaktionen, Covers oder User-generated Content von Fans
Nicht alle Follower werden alle Beiträge sehen, den du teilst, also scheue dich nicht, das Gleiche Release aus verschiedenen Perspektiven zu zeigen. Jeder Post kann etwas Neues über den Song und deinen kreativen Prozess offenlegen, Aspekte deiner Musik, die viele Fans besonders interessieren.
Gleichzeitig ist es wichtig, ein Gleichgewicht zu finden. Dein neues Release kann als inhaltlicher Anker dienen, aber dein Publikum möchte auch mit dir als Artist und Mensch in Kontakt treten.
Mische releasebezogene Inhalte mit Updates zu aktuellen Projekten, deinem kreativen Prozess, Live-Auftritten oder alltäglichen Momenten aus deinem Leben. So entsteht eine abwechslungsreiche und authentische Content-Strategie, ohne dass dein Feed zu stark nach Promotion wirkt. Letztendlich sollten diese Inhalte die Unterhaltung aufrechterhalten, bis du bereit bist, deine nächsten Neuigkeiten zu teilen.
6. Langfristige Content-Assets schaffen
Tägliche Posts in den sozialen Medien sind nicht die einzige Möglichkeit, mit deinen Fans in Kontakt zu bleiben. Die Zeit zwischen den Releases kann auch eine gute Gelegenheit sein, sogenannte Long-Term-Assets aufzubauen. Das sind Projekte, Plattformen und Content-Formate, die noch lange nach ihrer Erstellung für Engagement und Reichweite sorgen, auch wenn du nicht aktiv dein Release bewirbst.
Du könntest zum Beispiel einen Newsletter starten und monatlich oder zweimonatlich Updates verschicken, in denen du mitteilst, woran du gerade arbeitest, welche Pläne du hast und gelegentlich Einblicke in deinen kreativen Prozess gibst.
Du könntest auch einen Blog, einen Podcast, einen YouTube-Kanal oder eine andere Plattform einrichten, die es dir ermöglicht, deine Kreativität auf eine andere Art auszuleben und deinem Publikum trotzdem einen Mehrwert zu bieten. Diese Art von Projekten kann dazu beitragen, die Verbindung zu deinen Fans zu vertiefen und mit der Zeit neue Hörer*innen zu gewinnen.
Wenn du dich in einem bestimmten Bereich auskennst – sei es Songwriting, Produktion, Musikmarketing oder Performance – könntest du sogar in Erwägung ziehen, Bildungsinhalte für deine Nische zu erstellen. Wenn du dein Wissen weitergibst, kannst du deine Glaubwürdigkeit stärken, dein Publikum erweitern und neue Möglichkeiten über deine Musik hinaus schaffen.
7. Fokus auf den Aufbau von Beziehungen
Viele Artists konzentrieren sich in ihren Release-Zyklen auf ihre Fans, was völlig verständlich ist – schließlich sind sie die Menschen, für die die Musik gemacht ist. Aber Fans sind nicht die einzigen wertvollen Beziehungen, die du pflegen kannst. Die Zeit zwischen den Releases kann eine ideale Gelegenheit sein, deine Aufmerksamkeit auf den Aufbau von Kontakten in der Musikindustrie zu lenken.
Das könnte Folgendes beinhalten:
- Kontakte zu Playlist-Kurator*innen knüpfen. Auch wenn das Pitchen in redaktionelle Playlists nach dem Release deines Songs nicht mehr möglich ist, bedeutet das nicht, dass deine Playlist-Strategie endet. Unabhängige Kurator*innen, Nischen-Playlists und auch von Artists kuratierte Playlists können deine Musik sichtbar machen. Der Aufbau von Beziehungen zu Kurator*innen – einschließlich derjenigen hinter den Playlists von iMusician – kann auch Chancen für zukünftige Releases schaffen.
- Kontaktaufnahme mit Musikjournalist*innen und Blogger*innen. Medienberichterstattung ist nach wie vor ein wichtiges Instrument, um die Bekanntheit deiner Musik zu steigern und deine Reichweite zu erhöhen. Der Aufbau von Beziehungen zu Journalist*innen, Medien und Blogger*innen erfordert Zeit, Ausdauer und Geduld, kann sich aber langfristig positiv auf deine Karriere auswirken.
- Vernetzung mit anderen Artists. In der Zeit zwischen den Releases hast du mehr Raum, dich mit anderen Artists zu vernetzen. Ob Schreib- und Jamsessions, gemeinsame Content-Projekte, gemeinsame Auftritte oder der Austausch von Ideen und Erfahrungen: Artist-Beziehungen führen oft zu unerwarteten Möglichkeiten.
- Beitritt zu Online- und Offline-Music-Communities. Wenn du dich mit gleichgesinnten Kreativen umgibst, kannst du Inspiration, Motivation und ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickeln. Music-Communities können auch eine wertvolle Quelle für Support, Feedback und Ermutigung sein, sowohl in den Höhen als auch in den Tiefen deiner Karriere. Ein starkes Support-Netzwerk kann besonders hilfreich sein, wenn du mit Herausforderungen wie kreativen Rückschlägen, Selbstzweifeln oder negativem Online-Feedback konfrontiert bist.
8. Sei präsent und kümmere dich um dich selbst
Ein Großteil der Diskussionen über die Zeit zwischen den Releases konzentriert sich auf das, was als Nächstes kommt. Artists werden oft dazu angehalten, vorauszudenken, die nächste Kampagne zu planen und den Schwung beizubehalten. Dadurch kann es sich manchmal so anfühlen, als würde von dir erwartet, direkt von einem Release zum nächsten zu wechseln, ohne jemals innezuhalten und zu würdigen, was du bereits erreicht hast.
Beständigkeit ist zwar wichtig für den Aufbau einer nachhaltigen Musikkarriere, aber genauso wichtig ist es, deine Leistungen auf dem Weg anzuerkennen. Musik zu releasen ist keine Kleinigkeit. Du hast eine Idee in etwas Greifbares verwandelt – und jetzt kann die ganze Welt sie hören. Gib dir selbst die Erlaubnis, diese Leistung zu feiern und bewusst wahrzunehmen, was es bedeutet, als Artist aktiv zu releasen.
Die Zeit zwischen den Releases kann auch eine Gelegenheit sein, dich wieder mit anderen Bereichen deines Lebens zu verbinden. Zeit mit Freund*innen und Familie zu verbringen, anderen Interessen nachzugehen, zu reisen oder einfach aus dem kreativen Alltag auszusteigen, kann wertvolle Erfahrungen bringen. Oft werden die Eindrücke, die du außerhalb der Musik sammelst, zu wichtigen Geschichten, Gefühlen und Ideen, die in zukünftige Songs einfließen.
Eine Pause zu machen ist jedoch kein Muss. Wenn du dich inspiriert fühlst und darauf brennst, etwas zu schaffen, gibt es keinen Grund, dich zu bremsen. Es geht vielmehr darum, ein Tempo zu finden, das für dich funktioniert. Ein gesunder Rhythmus kann dir helfen, langfristig kreativ und produktiv zu bleiben.
Ein zusätzlicher Tipp: Die Auszeit kann auch eine gute Gelegenheit sein, Musik aus einer anderen Perspektive zu erleben – als Fan. Viele Artists verbringen so viel Zeit damit, Musik zu kreieren und zu promoten, dass sie das aktive Entdecken von Musik vernachlässigen, obwohl genau dort ihre Leidenschaft oft begonnen hat. Nimm dir Zeit, wieder bewusst Musik zu hören, neue Genres zu erkunden, Konzerte zu besuchen, eigene Playlists zu erstellen und die Arbeit von Artists zu studieren, die du schon immer bewundert hast.
Fazit: Was du zwischen Veröffentlichungen tun kannst
Die Zeit zwischen den Releases mag eine Auszeit sein, aber sie muss keine Wartezeit oder ein leerer Raum ohne Zweck sein. Stattdessen kann sie eine Zeit des Wachstums, der Reflexion, des Ausbaus von Fähigkeiten, der Karriereplanung oder einfach eine wohlverdiente Pause sein, in der du dir bewusst machst, wie weit du schon gekommen bist.
Egal, ob du dein Musikgeschäft organisierst, Beziehungen vertiefst, dein Publikum vergrößerst, neue Inspirationsquellen entdeckst oder deine langfristigen Ziele überdenkst - die Arbeit, die du zwischen den Releases leistest, kann genauso wertvoll sein wie das Release selbst.
Wenn dein nächstes Release endlich ansteht, fängst du nicht bei Null an. Du wirst auf einem stärkeren Fundament aufbauen, mit größerer Klarheit, stärkeren Verbindungen und einem besseren Verständnis für dein Publikum und dich als Künstler*in.
Martina ist eine in Berlin ansässige Musikjournalistin und Spezialistin für digitale Inhalte. Sie begann im Alter von sechs Jahren Geige zu spielen und war zehn Jahre lang in der klassischen Musik tätig. Heute schreibt sie über Musik, die Industrie, Streaming und faire Bedingungen für Künstler*innen.