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Wie plane ich meine erste Tour?

  • 30 Mai 2013, Donnerstag
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An artist on stage singing into a microphone

Die erste Tournee ist ein prägendes Erlebnis jeder Band und jedes Künstlers. Man verlässt sein bisheriges Einzugsgebiet, kann zum ersten Mal seine Songs vor einem neuen Publikum präsentieren und bekommt somit auch ein ehrliches Feedback. Nur in Ausnahmefällen kann eine Band/ein Künstler im Anfangsstadium bereits auf die Hilfe eines externen Bookers oder sogar einer Booking-Agentur zurückgreifen. Um eine bestmögliche erste Tour zu ermöglichen und klassischen Fehlern vorzubeugen, geben wir dir wertvolle Tipps, die dir bei der Tourplanung helfen sollen.

Zeitpunkt der Tournee

Der bestmögliche Zeitpunkt für eine Tournee ist die Zeit von Ende September bis Mitte Mai. Die Wenigsten zieht es im Sommer bei eh schon hohen Temperaturen in einen warmen und stickigen Club. Auch der Beginn der Festivalsaison sorgt dafür, dass viele Konzertbesucher unterwegs sind oder ihr Konzert-Budget schon verplant haben.

Strategisch geschickt ist es die Tour direkt nach der Veröffentlichung deines neuen Tonträgers anzusetzen. So kannst du diesen auf der Tour promoten und auch besser verkaufen als von Zuhause aus. Mit der Planung der Tour solltest du sechs, mindestens aber drei Monate vor Beginn der Tour starten. In der Regel planen die Locations ihre Belegungen bereits vier bis sechs Monate im Voraus.

Auswahl der Locations und Kontaktierung

Achte bei der Auswahl der Locations auf deren Kapazität. Hier bedarf es wieder einer realistischen Selbsteinschätzung doch eins sei gesagt: Ein voller Club ist besser als eine leere Halle. Wichtig ist auch, dass du recherchierst welches Gerne eine Location hauptsächlich bedient. Eine Jazz-Band wird eher selten im Hardcore Club der Stadt auftreten. Eine gute Hilfe bei der Auswahl der Locations sind Webseiten wie regioactive.de. Hier kannst du recht einfach die gewünschte Stadt eingeben und dir werden Location-Vorschläge unterbreitet.Solltest du nach einer Woche keine Rückmeldung von einer Location erhalten haben ruf dort an und fragt höflich, aber bestimmt nach, ob die Mail angekommen sei und wenn ja ob man sich schon damit beschäftigt habe.

Größe und Regionalität

Bei der Frage nach der Anzahl der Gigs ist eine realistische Selbsteinschätzung nötig. Für Bands oder Künstler im frühen Stadium sind ein- bis zweiwöchige Tourneen zu empfehlen. Denk bei der Planung auch an Off-Days um Kräfte und die Stimme des Sängers zu schonen. Oft ergeben sich die Ruhetage auch nach Rückmeldung der Locations. Wichtig ist, dass du es nicht erzwingst jeden Tag spielen zu müssen. Gönn' dir und der Band ruhig eine Pause und nutze die Energie für die nächsten Shows.

Auch regional gesehen stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß du eine Tournee ansetzt. Eine deutschlandweite Tour ist dabei nicht unbedingt optimal für jede Band/jeden Künstler. Als Newcomer macht es durchaus Sinn zunächst eine Fanbase in der näheren Umgebung aufzubauen und dann seinen Kreis stetig zu erweitern.

Tourverlauf

Während des Buchens der Gigs solltest du dich auch mit dem Tourverlauf auseinandersetzten. Achte drauf, dass du naheliegende Ortschaften an hintereinanderliegenden Tagen spielst. Der Sinn der „Itinery“, wie der Tourverlauf auch genannt wird, ist es, schlichtweg Zeit und Spritkosten zu sparen. Auch wenn sich die Planung des Tourverlaufs in der Praxis manchmal als schwer erweist, behalte sie immer im Auge. Denke auch zeitig an Schlafmöglichkeiten. Solltest du die Möglichkeit haben, kostenfrei bei Freunden oder Verwandten übernachten zu können, sollte dies in der Planung mit  berücksichtigt werden.

Abschluss der Planung

Elementar im Live-Geschäft sind die Klärung der Rahmenbedingungen, also Gage, Versorgung, vorhandene Technik und einfachere Dinge wie Anfahrtsweg und Parkmöglichkeiten. Wichtig ist, dass all diese Angelegenheiten vorab geklärt werden, um bei Unstimmigkeiten noch rechtzeitig reagieren zu können. Sehr wichtig ist es, dass du der Location einen detaillierten Technik-Rider zukommen lässt damit gewährleistet werden kann, dass alles Nötige vor Ort ist.

Bei der Gage ist im Anfangsstadium einer Band/eines Künstlers ein Doors-Deal üblich. Das bedeutet die Gage ist abhängig von der Menge der Besucherzahlen des Konzerts. Ein 70-30 Doors-Deal, bei dem 70% der Einnahmen an den Künstler gehen, wird als branchenüblicher Standard gesehen.

Melde dich vor der Tour frühzeitig bei der GEMA an und registriere dort deine Songs. Nur so kannst du sicherstellen, dass deine Nutzungs- und Urheberrechte greifen. Der Veranstalter wird für deinen Live-Auftritt und die Songs, die du spielst, Abgaben an die GEMA zahlen, die wiederum am Ende bei dir landen. Wenn du nicht bei der GEMA angemeldet bist, gehen dir diese Einnahmen einfach verloren. Solltest du Mitglied der GEMA sein, dann teile dies der Location rechtzeitig mit. Diese wird sich in der Regel um den Rest kümmern.

Verträge sind bei kleineren Konzerten unüblich. Darum solltest du auch keinen von der Location oder vom Veranstalter erwarten, jedoch kannst du dich immer auf den Mailverkehr berufen. Deswegen: Lass dir immer eine schriftliche Bestätigung über die Rahmenbedingungen geben um spätere Probleme zu vermeiden.

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