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Musikvideoproduktion für unabhängige Artists

  • Michele
  • 04 Januar 2024, Donnerstag
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Music Video Production imusician

Musikvideos bieten Artists die Möglichkeit, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und neue Fans zu gewinnen. Durch Social-Media-Plattformen sind sie wichtiger denn je. Künstler:innen, Labels und Kollektive arbeiten oft mit Videoproduzent:innen und Regisseur:innen zusammen, um spannende und kreative Videos zu erstellen. Sie sind auch eine gute Möglichkeit, Kreativität und Einfallsreichtum über die Musik hinaus zu zeigen. In diesem Artikel wollen wir besprechen, wie Artists ein Musikvideo mit einem geringen Budget drehen können.

Musikvideos in der Vergangenheit

Musikvideos gibt es schon seit langer Zeit. Laut History.com wurde das erste Musikvideo im Jahr 1895 im Studio von Thomas Edison gedreht. Es wurde für das Kinetoskop produziert, ein Gerät, mit dem man Filme durch ein Guckloch ansehen konnte. Mit der Zeit ermöglichte der technische Fortschritt die Produktion von immer ausgefeilteren und aufwändigeren Videos und machte sie zu einem zusätzlichen Medium für Selbstdarstellung und Musikpromotion.

Musikvideos haben eine lange Geschichte, die sich von Land zu Land unterscheidet, aber häufig mit MTV in Verbindung gebracht wird. Der Kabelfernsehsender wurde im August 1981 gegründet und wurde schnell in den USA und darüber hinaus populär. Er trug maßgeblich zum Aufstieg vieler Künstler:innen bei, darunter Nirvana, Madonna, Prince und Michael Jackson. Die letzteren beiden spielten eine entscheidende Rolle dabei, Sichtbarkeit für Schwarze Künstler:innen auf MTV zu schaffen, die der Sender lange Zeit nicht inkludierte oder berücksichtigte.

Fun Fact: Der allererste Song, der auf MTV gespielt wurde, war "Video Killed the Radio Star" von The Buggles.

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Musikvideos heute

Letztendlich beschloss MTV, Musikvideos nicht mehr so ernst zu nehmen und mehr Promi-Shows und Reality-TV-Formate auszustrahlen. Dank der weltweiten Verbreitung des Internets fanden sie jedoch auf Plattformen wie YouTube oder Vimeo ein neues Zuhause. Dienste wie VEVO haben die Online-Veröffentlichung von Musikvideos weiter gefestigt und das Internet zur ersten Adresse für Videos gemacht.

Auch aus produktionstechnischer Sicht sind Musikvideos zugänglicher geworden, da Kameras immer kleiner und billiger werden und Unternehmen wie Adobe hochwertige Postproduktions- und Animationssoftware für eine mehr oder weniger überschaubare monatliche Gebühr anbieten.

"Stupid Love" von Lady Gaga wurde komplett mit dem iPhone 11 Pro gefilmt

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Das bedeutet jedoch nicht, dass es einfach ist, ein beeindruckendes Video zu produzieren, das sich von anderen Videos abhebt. Große Filmstudios und Labels verfügen oft über Geld, solide Netzwerke und erfahrene Creative Directors. So können mit Leichtigkeit atemberaubende, hochwertige Videos erstellen und damit neue Maßstäbe dafür setzen, was als "qualitativ" gilt. Als Indie Artist solltest du dich davon nicht entmutigen lassen - mit der richtigen Planung, Strategie, Vernetzung und Budgetierung kannst auch du beeindruckende Videos erstellen.

Dein Guide zur Erstellung eines Musikvideos

Ein Konzept erstellen und ein Genre für das Video auswählen

Der erste Schritt bei der Videoproduktion besteht darin, ein Konzept zu entwickeln, das den Sound, die Energie und die Botschaft deines Songs widerspiegelt. Dies beginnt damit, dass du dich für eine Art von Musikvideo entscheidest. Denn es gibt viele verschiedene Formate, aus denen du wählen kannst. Einige Beispiele sind:

Verschiedene Formate sind mit unterschiedlichen Kosten verbunden und für verschiedene Kontexte (un)geeignet. Deshalb musst du entscheiden, was du zeigen und kommunizieren willst, welche Emotionen du wecken willst, und welche Atmosphäre du schaffen willst.

Keyvan von iMusician erklärt: "Versuche immer, einen Schritt vorauszudenken und so viele Details wie möglich in deine Vorbereitung einzubeziehen. Je mehr Details du einbeziehst, desto weniger musst du bei deinem Konzept während des Videodrehs Kompromisse eingehen. Auf diese Weise kannst du das bestmögliche Musikvideo drehen."

Einige Fragen, die bei der Konzeptualisierung helfen können, sind:

  • Was ist die zentrale Botschaft deines Songs, und wie kann sie visualisiert werden?

  • Willst du eine Emotion, eine Geschichte oder einen Lebensstil vermitteln?

  • Willst du Protagonist:in sein und im Mittelpunkt stehen?

  • Soll dein Video eher lustig oder ernst sein, mehr oder weniger farbenfroh, lebhaft oder ruhig, komplex und extravagant oder einfach und traditionell?

  • Ist das Video ausschließlich für Marketing- und Brandingzwecke gedacht oder siehst du es als ein Projekt, das Spaß macht und dir die Möglichkeit gibt, dich kreativ auszudrücken?

Die Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen hilft dir, weitere Aspekte wie Requisiten, Drehorte, Kleidung und Kostüme zu bestimmen. Sie helfen dir auch zu verstehen, ob deine Idee im Verhältnis zu deinem Budget realistisch ist.

Budgetierung: Wie viel Geld kannst du ausgeben?

Unabhängige Künstler:innen können es sich nicht immer leisten, mit erfahrenen Videoproduzent:innen und der besten Ausrüstung zu arbeiten. Aus diesem Grund solltest du entscheiden, wie viel Geld du bereit bist, für dein Projekt auszugeben. Einige der grundlegenden Kosten für ein Musikvideo können sein:

  • Anmietung des Standorts und Einholung einer Nutzungsgenehmigung

  • Miete von Ausrüstung, einschließlich Kameras, Softboxen und Lichtquellen

  • Anstellung einer Kameraperson und einer Person, die sich um das Videoediting kümmert

  • Beauftragung von Produzent:innen, Regisseur:innen und Motion Graphic Designer:innen (optional)

  • Miete oder Kauf von Requisiten, Kleidung und Kostümen (optional)

  • Beauftragung von Stylist:innen, Make-Up Artists, und Schauspieler:innen (optional)

Wessen Hilfe du brauchst und wie viel du selbst machen kannst, hängt stark von deinem Konzept ab. Denk daran, dass ein begrenztes Budget deine Kreativität nicht einschränken muss - solange du versuchst, Lösungen für die Hindernisse zu finden, die sich dir in den Weg stellen.

Die Auswahl der richtigen Orte, Requisiten und Kleidung

Als Nächstes überlegst du dir, welche Orte zu deinem Konzept passen und wie du dich in dem Video präsentieren willst. Einige Grundideen sind Konzerthallen, Clubs, Außenlocations wie Parks, Wälder oder Wiesen, Studios, Shops oder andere spannende Orte in deiner Stadt. Der Spot sollte die Emotionen, die du vermitteln willst, und die Atmosphäre, die du schaffen willst, widerspiegeln. Wenn du absichtlich Kontraste schaffen willst, kannst du auch Orte wählen, die willkürlich und absichtlich ungeeignet erscheinen.

Denke daran, dass du für den Videodreh möglicherweise die Erlaubnis der Stadtverwaltung und der Eigentümer einer Location brauchst. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du eine Genehmigung brauchst, frag lieber nach. Alternativ kannst du auch einen Greenscreen verwenden, der dir unbegrenzte Möglichkeiten eröffnet.

Was das Outfit betrifft, solltest du Kleidung wählen, die zu deinem Konzept passt und deine Marke und dein Image widerspiegelt. Du kannst es einfach halten oder mit Kostümen arbeiten. Denke jedoch daran, dass Kulturen keine Kostüme sind, also recherchiere und überlege dir gut, was du tragen möchtest.

Fühle dich nicht gezwungen, den etablierten Standards und Mustern des Genres zu folgen, wenn du keine Lust dazu hast. Rock- und Metalvideos müssen nicht an einem dunklen Ort stattfinden, und dein Stil muss nicht den gängigen Archetypen entsprechen. Das Brechen von Standards kann dir sogar helfen, dich von der Masse abzuheben und mehr Spaß zu haben - vorausgesetzt, es wirkt echt und authentisch.

Die richtigen Leute für die Zusammenarbeit finden

Als unabhängige:r Künstler:in solltest du auf jeden Fall die richtigen Menschen finden, mit denen du zusammenarbeiten kannst, um ein Video zu erstellen. Bevor du dich an andere wendest, solltest du deine Fähigkeiten prüfen und entscheiden, was du unabhängig machen kannst. Sobald du deine Skills eingeschätzt hast, musst du Personen finden, die dir bei den Aufgaben helfen, die du nicht allein bewältigen kannst, z. B. Kameraleute, Motion Graphic Designer:innen, jemanden, der sich um die Nachbearbeitung kümmert, Schauspieler:innen, Models oder Tänzer:innen.

Du kannst Freiberufler:innen auf Websites wie Craigslist, CrewUnited und lokalen Facebook-Gruppen finden oder jemanden über ein Unternehmen oder eine Agentur anstellen. Wenn du in einer Stadt wohnst, kannst du auch an deiner örtlichen Hochschule oder Uni nachfragen. Film- und Schauspiel-Studierende brauchen häufig Menschen, mit denen sie zusammenarbeiten können, um ihr Portfolio zu erweitern. Achte darauf, dass du auch dein Netzwerk nutzt - ein einfacher Post in deiner Instagram-Story kann dabei sehr hilfreich sein.

Der Videodreh: vor, während und nach dem Dreh

Sobald alles abgeklärt ist, sollten du und die Crew im Idealfall zum Drehort fahren, um sich mit den Räumlichkeiten vertraut zu machen und zu proben. Als Nächstes musst du dich um den Transport der Ausrüstung zum und vom Drehort kümmern und das Catering für die Crew organisieren.

Während des Drehs solltest du deinen Song performen und nicht lippensynchron singen, denn so wirkt das Video authentischer. Sorge außerdem dafür, dass das Team während des Drehs das Licht kontrolliert.

Danach solltest du die Ausrüstung abbauen und den Drehort überprüfen: Vergewissere dich, dass er sauber und abgeschlossen ist und dass du nichts Wichtiges vergessen hast. Wenn du die Ausrüstung geliehen hast, musst du sie vor Ablauf der Frist zurückbringen.

Fazit

Die Erstellung eines Musikvideos ist ein strategischer Prozess, der mit der Konzeption und Budgetierung beginnt und mit der Veröffentlichung und Vermarktung endet. Es kann zwar stressig sein, aber das Wichtigste ist, dass du Spaß hast. Achte also darauf, dass du deine Kreativität nicht von den Industriestandards und dem kommerziellen Aspekt eines Musikvideos einschränken lässt.

Sobald dein Video zum Release bereit ist, kannst du dir Gedanken darüber machen, wie du es vermarkten kannst. Wir haben viele Artikel darüber veröffentlicht, wie du dich als Indie Artist vermarkten kannst, einschließlich der Vor- und Nachteile von TikTok und Instagram oder sozialen Medien jenseits der führenden Plattformen. Weitere Tipps, wie du ein Musikvideo erstellen kannst, findest du hier.

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